Neue Schneemeßstation ermöglicht erhöhte Sicherheit auf der Kantonsstraße zwischen Brusio und Viano
Die Regierung genehmigt das Projekt «Neubau IMIS-Station Brusio» des Tiefbauamts Graubünden. Das Projekt ist mit 117 000 Franken veranschlagt und wird mit Beiträgen gemäß kantonaler Waldgesetzgebung mitfinanziert. Im Rahmen des Projekts wird zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für die lokalen Lawinenkommissionen und nationalen Lawinenwarndiensten eine Schneemessstation oberhalb von Viano erstellt.
Die Kantonsstraße von Brüsc (Brusio) nach Viano sowie die Verbindungstraße weiter nach La Dogana ist immer wieder durch Naßschneelawinen aus den steilen Hängen der Seitentäler Val Fileit, Val Sarasca, Val Irola und Val Braga gefährdet.
Aufgrund fehlender Meßstationen im Puschlav bestehen aktuell erhebliche Datenlücken zu Schneemengen, Wind- und Temperaturverhältnissen, was die Beurteilung der Lawinengefahr durch die Lawinenkommission des Tiefbauamts Graubünden (TBA) und die Gemeinde Brusio stark erschwert.
Deswegen wird eine Meßstation auf der ebenen Geröllhalde «Ganda Piana» unterhalb des Pass Purtun auf 2350 m ü.M. aufgestellt.
Die Station soll für die Beurteilung der Lawinengefahr relevante Schnee- und Wetterparameter erfassen und in das bestehende interkantonale Meß- und Informationssystem (IMIS) integriert werden.
Dadurch verbessern sich die Datengrundlagen und damit die Beurteilung der aktuellen Lawinengefahr, was sich letztlich in einer erhöhten Sicherheit für die Bevölkerung niederschlägt.
(pd, rm)
(Foto: Kt. GR)

