Gesellschaftliche Gruppen mit dem höchsten Sozialhilferisiko in Graubünden: Alleinerziehende Mütter deutlich stärker gefährdet
Die gesellschaftlichen Gruppen mit dem höchsten Sozialhilferisiko verändern sich kaum.
Erstens sind Kinder und Jugendliche deutlich stärker von der Sozialhilfe betroffen als alle anderen Altersgruppen.
In der Alterskategorie der 0 bis 17-Jährigen beträgt das Sozialhilferisiko 2,5 Prozent.
Damit ist die Sozialhilfequote in dieser Altersgruppe mehr als doppelt so hoch wie der kantonale Durchschnitt.
Dies liegt daran, daß Familienhaushalte häufiger auf die Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen sind als Haushalte ohne Kinder.
Alleinerziehende Mütter deutlich stärker gefährdet
Zweitens sind Einelternfamilien mit Kindern deutlich stärker gefährdet als alle anderen Haushaltstypen. Die Quote der Haushalte mit Sozialhilfebezug liegt im Kanton Graubünden bei 1,3 Prozent. Bei Einelternhaushalten liegt die Quote bei 12,4 Prozent.
Drittens erhöht ein geringes Ausbildungsniveau das Sozialhilferisiko ebenfalls signifikant. Personen ohne Berufsbildung sind in der Sozialhilfe stark übervertreten. Während im Kanton Graubünden 13,6 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 64 Jahren keine Berufsbildung haben, liegt der Anteil bei den Sozialhilfebeziehenden bei 50,3 Prozent.
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