Frühwarnsystem in St. Moritz zum Schutz des Siedlungsgebiets

Frühwarnsystem in St. Moritz zum Schutz des Siedlungsgebiets

Wer durch St. Moritz läuft, bemerkt rasch, daß viele Häuser Risse haben oder verrutscht erscheinen.
Dies nicht nur rund um den schiefen Turm von St. Moritz, der sogar schiefer ist als der weltbekannte schiefe Turm von Pisa.

Das Siedlungsgebiet von St. Moritz liegt zu einem wesentlichen Teil auf einer Großrutschung, welche aus den Teilrutschungen Brattas und God Ruinas besteht.

Das ist natürlich nicht gut für die Immobiliensubstanz. Ungeachtet dessen sind freilich St.Moritz-Immobilien begehrt.

Gibt es in Zukunft mehr Sicherheit vor Rutschungen, insbesondere nach starken Regenfällen oder starker Schneeschmelze?

Die Bündner Regierung genehmigt aktuell das Projekt „Frühwarnsystem Brattas / God Ruinas“ der Gemeinde St. Moritz und sichert ihr für die Realisierung des Projekts einen Kantonsbeitrag in der Höhe von maximal 312 000 Franken zu.

Das Frühwarnsystem wird eingerichtet, um den Schutz des Siedlungsgebiets St. Moritz zu erhöhen und erhebliche Sachwerte vor Naturereignissen zu schützen.

Durch eine gezielte Überwachung der Rutschhänge mittels Frühwarnsystem soll eine Beschleunigung der Massenbewegung frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

Seit den 1970er Jahren wurden geologische, geotechnische und hydrogeologische Untersuchungen durchgeführt.

Außerdem werden die Rutschbewegungen der Brattasrutschung seit 1988 und bei God Ruinas seit 2010 zusätzlich mit Messungen überwacht.

Verschiedene Ereignisse wie beispielsweise Starkniederschläge können zu einer Beschleunigung der Rutschbewegungen führen.

Bild: ©Bundesamt für Landestopografie

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