Die Republik braucht – wieder – frisches Geld
Wen überrascht es noch? Die Republik braucht – wieder einmal – frisches Geld.
Erst jüngst schrieb die Republik ihren Geldgebern – pardon – ihren „Verlegern“ abermals das Gleiche, was diese schon seit Bestehen des Mediums zu hören bekommen. Bitte mehr frisches Geld oder uns gibt es nicht mehr (und all ihr bisheriges Geld ist weg, an der Börse würde man dazu sagen: man erleide einen Totalverlust):
„Wir brauchen stabilere Einnahmen. Sonst geht es sehr schnell ums Ganze – oder es geht nicht mehr weiter.“
Daß es nicht mit dem Anbetteln um ständig neues Geld getan ist, sondern sich etwas an der publizistischen Leistung ändern müßte, darauf kommen die Redaktoren, die jeder pro Nase fürstliche 8.000 Franken pro Monat „verdienen“ bzw. einnehmen, nicht.
„Radikaler Sparkurs“
Die 8.000 Franken Lohn beibehalten, das bezeichnet die Republik – es ist fast schon humoristisch – selbst als „radikalen Sparkurs„.
Zitat: „…/… , weil wir den radikalen Sparkurs, den wir Ende des sechsten Geschäftsjahres (2022/2023) eingeschlagen haben, für das siebte Geschäftsjahr (2023/2024) beibehalten haben.“
Wie sehr der Redaktorin und Verfasserin dieser obigen Zeilen, die die aktuelle Geschäftsführerin der Republik ist, die demokratische Wahl von Donald Trump stinkt, darf natürlich beim Betteln um neues Geld nicht fehlen.
„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit“, heißt es grell markiert in WOZ-Gelb in ihrem Text, und dann: „Die Wahlen in den USA zeigen: Immer öfter steht die Demokratie auf dem Prüfstand. Wir müssen uns aktiv für sie einsetzen. Auch in der Schweiz.“
Also wenn nicht die Person gewählt wird, die der Republik-Geschäftsführerin Katharina Hemmer gefällt, „steht die Demokratie auf dem Prüfstand“?
Merkt sie den Widerspruch nicht? Also Wahlen sind nur dann demokratisch, wenn die Wähler so wählen wie es Frau Hemmer gefallen würde? Oder was meint sie damit?
Viele Artikel in der Republik sind – dafür muß man kein Medienforscher sein – keine neutrale Information sondern bestenfalls Meinungsmache bzw. sind einheitlich in der politischen Meinung der jeweiligen Schreiber gefärbt.
Wäre Frau Hemmer anderer politische Position, so würde sie wohl von Desinformation sprechen oder von Fehlinformation.
Doch sie sieht das freilich anders. Von der Republik kommen nach ihrer Ansicht anscheinend nur super neutrale Informationen. Fehlinformationen und Desinformationskampagnen von den anderen.
Zitat: „Fehlinformationen und gezielte Desinformationskampagnen untergraben das Vertrauen in Wahlen und in demokratische Prozesse.“
Die größte Schlagzeile der Republik
Beni Frenkel tätigt auf dem Portal IP denn auch die steile Feststellung, daß die Republik die spannenste Geschichte selbst lieferte. Als ein Redaktor – ausgerechnet bei der woken Redaktion der Republik – wegen mutmaßlichen oder tatsächlichen sexuellen Übergriffen das Medium schweizweit in die Schlagzeilen brachte.
Beni Frenkel schreibt dazu: „Die größte Schlagzeile ihres Daseins produzierte die Republik mit der Kündigung eines bekannten Journalisten, dem sexuelle Belästigungen vorgeworfen werden.“
Doch wie kann es zu sowas kommen, daß sowas sie spannenste Geschichte und größte Schlagzeile aus dem Hause einer Redaktion ist?
Republik: Einheitsbrei statt Diversität und (Meinungs)-Vielfalt
Wie wär es mal mit Diversität und Vielfalt?
Statt politisch motiviert geschriebenen langfädigen und langweiligen Einheitsbrei. Wer ißt gerne täglich dasselbe?
Wer liest nicht gerne Pro UND Kontra sondern nur eines von beiden?
Wäre für den Leser spannender als der immer gleiche Brei.
Den man notbene zudem genausogut in WOZ, Tsüri, Bajour usw. usf. serviert bekommt; man muß hier kein Anteilseigner werden und sein Geld in ein zweifelhaftes Projekt „investieren“ (sofern hier von einer Investition überhaupt die Rede sein kann und nicht vielmehr von einer Spende zu sprechen ist). Und man erhält das gleich Produkt, den gleichen Brei serviert.
Wozu also braucht es eine Republik?
Und so droht unvermeidbar trotz Milliardären oder Millionären als Geldgeber (wie Meili oder Öri) im Rücken das Schicksal der TagesWoche.
Remo Maßat

