Buchvorstellung in der Kantonsbibliothek: «750 Jahre Walser in Graubünden. Auswirkungen auf Staat und Kultur» von Enrico Rizzi
Obwohl Klosters erst kürzlich, 2022, 800 Jahre Walserstolz (so ein Plakat im Zentrum, das auch heute noch steht), gefeiert hat, behauptet ein Autor aktuell, die Walser seien erst später nach Graubünden gekommen.
Walser Siedler werden im heutigen Kanton Graubünden erstmals in einer Pergamenturkunde der Herren von Sax-Misox aus dem Jahr 1274 erwähnt, so die Kantonsbibliothek zu einer Buchvorstellung dieses Autors.
Die Urkunde bezieht sich auf eine Kolonie im Rheinwald, deren Siedler aus Pomatt/Val Formazza (Italien) stammten, so die Kantonsbibliothek weiter.
Diese markiere den Beginn einer Einwanderungswelle von Walsern, die sich in den folgenden Jahrzehnten in weiten Teilen Graubündens ansiedelten.
Anläßlich des 750-jährigen Jubiläums seit Beginn der friedlichen Einwanderung der Walser in Graubünden stellt der norditalienische Walserhistoriker Enrico Rizzi seine Jubiläumsschrift vor.
Dabei zeichne er die einzigartige und faszinierende Geschichte der Walser in Graubünden nach. Er zeige die Art und Weise, wie die Bergler mit ihrer Kultur die Landschaft, die Menschen und die Bräuche nachhaltig geprägt haben.
Die Buchvorstellung werde gemeinsam mit der Walservereinigung Graubünden (WVG) organisiert. Anschließend gibt es einen Büchertisch.
Mit Leonie Barandun-Alig, Präsidentin der WVG; Thomas Gadmer, Sprachwissenschaftler und Geschäftsführer der WVG; Maria Knaus-Loi, Mitglied des Vorstandes der WVG; und Christoph Luzi, Historiker.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Italienisch statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zur Veranstaltung erforderlich.
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(pd, rm)
(Buchbild: Walservereinigung Graubünden)
(Bild unten: Gemeinde Klosters, Webseite anläßlich 800-Jahr-Feier der Walser in Klosters)


