Scuol: Sitzung des Gemeindevorstandes
Im vergangenen Monat fand die Gemeindeversammlung von Schuls (Scuol) statt. Die Geschäftsprüfungskommission und die Revisionsstelle Lischana Fiduciary AG haben die Rechnung 2025 der Gemeinde geprüft. Gemäß ihrem Bericht entspricht sie den gesetzlichen Vorschriften und kann von der Gemeindeversammlung genehmigt werden.
Der Verlust beträgt CHF 154’511.10 und die Eigenfinanzierung rund 5,2 Millionen Franken. Da die Nettoinvestitionen über 6,2 Millionen Franken betragen, ergibt sich ein Finanzierungsdefizit von über 1 Million Franken.
Der Gemeindevorstand verabschiedet die Gemeinderechnung 2025 zur Behandlung durch die Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026.
Nachkredite
Gemäss Artikel 32 Absatz 2 lit. 3 der Gemeindeverfassung hat die Gemeindeversammlung unter Vorbehalt des fakultativen Referendums gemäss Art. 23 zu entscheiden über:
die Gewährung von Nach- und Zusatzkrediten, die keine Folge des Teuerungsausgleichs sind und 100’000 Franken oder 10 % beim gleichen Objekt übersteigen.
Bei den folgenden Projekten wurde der von der Gemeindeversammlung bewilligte Kredit um mehr als 100’000 Franken bzw. 10 % überschritten:
Sanierung Wasserversorgung Val Güstina, Sent
Elektrizitätswerk Clemgia
Die Details werden in der Einladung zur Gemeindeversammlung zur Rechnungsgenehmigung veröffentlicht, die am 22. Juni 2026 stattfindet.
Genereller Gestaltungsplan (Buorna), Teilrevision
Genehmigung der Unterlagen für die öffentliche Auflage zur Einsprache.
Am 22. September 2008 hatte der Gemeindevorstand erstmals den Quartierplan Buorna erlassen.
In der Folge wurde der Quartierplan Buorna weitgehend umgesetzt: Landumlegung, Bauarbeiten für die Zufahrtsstrasse (jedoch nur teilweise), Wasser-, Kanalisation- und Meteorwasserleitungen sowie Leerrohre für Elektrizitätsleitungen.
Auf Antrag der Rhätischen Bahn AG und der Rhätischen Bahn Immobilien AG veröffentlichte die Gemeinde am 23. Januar 2020 die Absicht zur Einführung eines ergänzenden Gestaltungsplans für den Quartierplan.
Nach Inkrafttreten des Einleitungsbeschlusses beauftragten die RhB AG und RhB Immobilien AG Fachpersonen mit der Ausarbeitung von Vorschlägen für die Erschliessung und Überbauung des Bahnhofareals.
Im Frühjahr 2024 lag der erste überarbeitete Entwurf des Quartierplans vor. Von April bis Mai 2024 konnten die Betroffenen Stellung nehmen. Drei Eigentümer machten davon Gebrauch. Die eingereichten Wünsche und Einsprachen wurden im neuen Entwurf soweit möglich berücksichtigt.
Die bestehende «Via da Tarasp» sowie die Anschlussverbindung entsprechen nicht den Anforderungen des Verkehrs mit Lastwagen, Postautos sowie für Fussgänger. Deshalb liess die Gemeinde im Sommer 2025 ein Projekt für die Sanierung der Hauptstrasse (Sammelstrasse) und die Anpassung des Anschlusses an die Zufahrtsstrasse ausarbeiten.
Der Quartierplan 2008/2012 wird aufgehoben und vollständig durch eine neue Version ersetzt.
Der neue Quartierplan schafft eine klare Grundlage für den Ausbau und die Verbesserung der Erschliessung sowie insbesondere für die Weiterentwicklung der Überbauung im Planungsgebiet.
Sobald der neue Quartierplan 2026 in Kraft ist, die Bauarbeiten der Zufahrtsstrasse abgeschlossen sind und alle Schlussabrechnungen vorliegen, kann die Gemeinde gestützt auf Art. 20 OPTGR das Kostenverteilungsverfahren durchführen und die Kosten weiterverrechnen.
Der Gemeindevorstand verabschiedet die Unterlagen zur öffentlichen Auflage im Amtsblatt und im offiziellen Publikationsorgan.
Tourismus – Strategie und Plan für 2026
Im Sinne einer Weiterführung wurde auf Basis der Strategien von ESTAG und TESSVM eine Tourismusstrategie für die Gemeinde Scuol erarbeitet.
Die Strategie schafft eine strukturierte Grundlage für die weitere Entwicklung des Tourismus. Sie zeigt insbesondere die aktuelle Ausgangslage der Ferienregion auf. Dazu gehören unter anderem das bestehende Sommer- und Winterangebot, die Infrastruktur, die Besucherzahlen und deren Saisonalität sowie die finanziellen und personellen Ressourcen. Ergänzend werden die Stärken und Schwächen der Gemeinde sowie relevante Aspekte der Bevölkerung berücksichtigt.
Darauf aufbauend definiert die Strategie die zentralen Zielgruppen, die strategischen Ziele der Gemeinde sowie die Positionierung. Basierend auf der Projektliste von ESTAG werden zudem konkrete Angebotsideen und Schwerpunkte der Entwicklung formuliert. Für die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen wird ein Entwurf erstellt.
Die Strategie legt derzeit den Fokus nicht auf übergeordnete touristische Trends, sondern auf den aktuellen Stand und die kurzfristige Transformation. Ziel ist es, dass die Tourismuskoordinatoren möglichst rasch mit der Umsetzung bisher zurückgestellter Projekte beginnen und Abläufe optimieren können.
Der Gemeindevorstand genehmigt die Tourismusstrategie und den Plan für 2026.
Baubewilligungen, die von der Direktion erteilt wurden
Hagenbucher Tanja und Krebs Andri: Projektänderung; Ersatz der Ölheizung durch eine Erdsondenheizung, Parzelle 10269, Plaz 44, Sent
Valisun AG: Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, Parzelle 960, Via da Ftan 420, Scuol
Moser Christa und Rudolf: zwei neue Dachfenster, Parzelle 2137, Crastuoglia Sot 312, Scuol
Schlatter-Priuli Anita: neuer Kamin und Waschküchenofen, Parzelle 32893, Teas 301, Ardez
Benderer-Rettenbacher Giacomin und Renate: Erweiterung des Wohnhauses und unterirdische Garage, Parzelle 643, Chantröven, Scuol
(pd, rm)
(Bild: Sent mit Kirche / Gmd. Schuls)

