Zulassungen 10. internationales BILDHAUERSYMPOSIUM Davos 18.-25.7.2014

Es ist ein Ort, der heisst Überall und Nirgends.
Die Zeit ist nicht heute.
Die Zeit ist überhaupt nicht mehr.
Denn es könnte gestern gewesen sein,
lange her gewesen sein,
es kann wieder sein,
es kann immerzu sein,
es wird einiges nie gewesen sein.
Ingeborg Bachmann, Malina.
KUNST DEFINIERT RAUM UND ZEIT NEU …
Ingeborg Bachmann inspiriert internationale Bildhauer in Davos

54 Bildhauer aus 24 Nationen haben sich bei ihren Projekteingaben von einem Zitat der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann inspirieren lassen.
Die zahlreichen individuellen Projekteingaben aus aller Welt lösten mit dreidimensionaler Kunst Zeit und Raum auf, inszenierten die Parameter Zeit und Raum aufs Neue.
Jede Projekteingabe ist geprägt vom Künstler, sei es in Bezug auf die Idee, Technik oder das Material, so Valérie Favre Accola,
Co-Organisatorin. Und jeder Künstler, und da spielt der persönliche Lebensweg, dessen Erfahrungen, der religiöse, philosophische aber auch kulturelle Hintergrund eine Rolle, definiert Zeit und Raum oder eben dessen Auflösung auf persönliche Weise.) Eines gemeinsam haben alle Projekteingaben: sie sprechen zum Suchenden, der auf der Suche ist nach einem „Ort, der heisst Überall und Nirgends“ und nach einer Zeit, welche „ist nicht heute. Die Zeit ist überhaupt nicht mehr.“ Und auffallen ist, daß überdurchschnittlich viele der Bewerbungen einen naturwissenschaftlichen Hintergrund oder Bezug haben.
Der einheimische Bildhauer Andreas Hofer weist stolz daraufhin, daß der Ruf des Symposiums bis nach Ägypten, Argentinien, China, Griechenland aber auch Korea, Vietnam geeilt ist. „Das Bewerberfeld wird immer größer, internationaler und entsprechend steigt auch unser Anspruch, noch professioneller zu werden, den teilnehmern Künstlern in Davos einen hohen Standard zu bieten.
12 Künstler aus 7 Nationen, darunter drei Frauen

Es werde ausserordentlich spannend sein auf dem Platz, so Andreas Hofer weiter. Installationen und Skulpturen aus Holz, Stein und Metall werden zu naturalistischen und abstrakten Objekten und Installationen verarbeitet. Die Besucher können die verschiedensten Techniken bewundern, den Austausch mit Bildhauern aus sieben Nationen pflegen. Valérie Favre Accola freut sich, daß auch dieses Jahr drei Frauen auf dem Platz bei der Arbeit anzutreffen sind. Dies entspreche genau dem Frauenanteil bei den Bewerbungen und zeigt, daß sich Frauen auch bei der arbeitsintensiven Kunst im Bewerberfeld durchsetzen können.
Zwei Schweizer dabei
Mit dem aus Basel stammenden Metallplastiker Rudolf Tschudin und Markus Meyle aus Uster sind im internationalen Teilnehmerfeld auch zwei Schweizer Künstler vertreten.

