Weinernte 2015 in Graubünden: ein herrliches Finale und eine ausgezeichnete Qualität!
Die Weinernte 2015 beträgt 21‘140 hl. Dies entspricht 2.8 Millionen Weinflaschen mit einem Inhalt von 7.5 dl. Damit liegt die Ernte fünf Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Der Blauburgunder, Graubündens wichtigste Rebsorte, erreichte einen Zuckergehalt von 98 Grad Oechsle.
Ein herrliches Finale und eine ausgezeichnete Qualität! Dank des prächtigen Sommers und des schönen Herbstes erfolgte die Weinlese zwei Wochen früher als üblich. Heuer machte das Wimmeln richtig Spass: gesunde Trauben und schönes, manchmal kühles Wetter, für einmal ohne Föhn, sorgten für eine schnelle Ernte.
Zurzeit stehen 53 verschiedene Traubensorten im Anbau, die jeweils im optimalen Reifestadium gelesen werden. Deshalb dauerte das Wimmeln der Trauben lange – vom 7. September bis 31. Oktober. Die Haupternte erfolgte zwischen dem 28. September und 3. Oktober. In diesen sechs Tagen lasen fleissige Erntehelfer zwischen 211 und 277 Tonnen Trauben pro Tag.
Die Lese beim Riesling-Silvaner, einer früh reifenden Traube und mit 8% der Rebfläche die wichtigste Weissweinsorte, dauerte vom 10. September bis 8. Oktober. Rund zehn Tage später erreichte die Hauptsorte Blauburgunder mit einem Flächenanteil von 74% die optimale Reife. Die ersten Blauburgunder-Trauben wurden am 17. September und die letzten am 31. Oktober gelesen.
Vernünftiger Ertrag, ausgezeichnete Qualität
Der Riesling-Silvaner erreichte einen Durchschnitt von 83 Grad Oechsle bei 918 g/m2. Und das Paradepferd, der Blauburgunder, brachte es auf 656 g/m2 bei einem Zuckergehalt von 98 °Oe, einem ausgezeichneten Wert.
Die Ernte betrug insgesamt 2.8 Mio. kg oder 21‘140 hl (16’240 hl Rot- und 4’900 hl Weisswein). Sie liegt fünf Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Diese Menge entspricht 2.8 Millionen Weinflaschen mit einem Inhalt von 7.5 dl oder 15 Flaschen pro Einwohner in Graubünden. Würden die Flaschen aneinander gereiht, ergäbe dies eine Kolonne von 225 Kilometern, was beinahe einer Strecke von Chur nach Biel entspricht.
Der wichtigste Grund, dass die Erntemenge schliesslich leicht unter dem Mittel lag, war die Tatsache, dass die Beeren infolge der trockenen Witterung kleiner waren und zu leichteren Trauben führten.
Es ist längst eine Tatsache, dass sich vernünftige Erträge positiv auf die Qualität auswirken. Deshalb lohnt sich eine konsequente Ertragsregulierung. Zudem braucht die Rebe eine gute Pflege während der ganzen Vegetation.
In den Weinkellern reift ein Jahrgang heran, auf den sich die Konsumenten freuen können.

