Wegen Wasserkraft: Plus von 44 Millionen Franken

Der Wasserkraftkanton profitiert vom Atomenergieausstieg. Der Kanton Graubünden erwirtschaftete 2012 ein gutes Ergebniß. Der Ertragsüberschuß beträgt 44 Millionen Franken. Büdgetiert war ein Defizit von knapp 30 Millionen.
Die Steuereinnahmen und weitere Erträge entwickelten sich erfreulich. Der Aufwand konnte insgesamt um 52 Millionen unter dem Budget gehalten werden. Dies wurde trotz Budgetüberschreitungen von 16 Millionen bei den Spitalbeiträgen erreicht. Die maßgebenden Nettoinvestitionen belaufen sich auf 175 Millionen.
- Ordentliches Ergebniß: 44 Millionen Ertragsüberschuß
- Eigene Beiträge an Dritte (877 Mio.) um fast 11 Prozent höher als im Vorjahr
- Personal- und Sachaufwand für die kantonale Verwaltung 24 Millionen unter dem Budget
- Straßenrechnung erneut mit einem Überschuß. Das Guthaben steigt auf 91 Millionen
- Maßgebende Nettoinvestitionen 175 Millionen
- Eigenkapital von über 1 Milliarde
Der Gesamtertrag wird mit 2532 Millionen ausgewiesen. Er übertrifft das Büdget um 26 Millionen (+1 %). Der Aufwand des Kantons Graubünden belief sich auf 2483 Millionen. Das sind 52 Millionen oder 2,1 Prozent weniger als budgetiert.
Erfreuliche Ertragssituation und hohe Ausgabendisziplin
Finanzdirektorin Barbara Janom Steiner zeigt sich erfreut über das Ergebnis, welches zum letzten mal nach dem bisherigen Finanzhaushaltsrecht und unter HRM1 ausgewiesen wird. „Den positiven Abschluß 2012 verdanken wir neben leicht höheren Erträgen insbesondere auch der hohen Budgetdisziplin und einem haushälterischen Umgang mit dem Steuerfranken.“
Die Steuereinnahmen des Kantons erreichten 688 Millionen, 14 Millionen mehr als im 2011. Die Erträge bei den natürlichen Personen legten um 10 Millionen, bei den juristischen Personen um 8 Millionen zu. 29 Millionen Mehrertrag stammen von den Kraftwerken aus höheren Wasserzinsen und Heimfallverzichtsentschädigungen. Starke Verbesserungen gegenüber dem Büdget zeigen sich neben den Steuereinnahmen bei den Entgelten (+18 Mio.) sowie den Anteilen an Bundeseinnahmen (inkl. Anteil am Reingewinn der Nationalbank) sowie Zahlungen aus dem Finanzausgleich des Bundes NFA (+28 Mio.).
Der Personalaufwand stieg nur leicht (+0,7 %). Wesentliche Mehraufwendungen gegenüber dem Vorjahr sind jedoch bei den eigenen Beiträgen an Dritte (+85 Mio.), bei den Finanzausgleichsbeiträgen (+36 Mio.) und beim baulichen Unterhalt (+20 Mio.) zu verzeichnen.
Bei den Beiträgen fällt der höhere Aufwand insbesondere bei den Spitälern (+41 Mio., nach Abzug von Rückerstattungen +25 Mio.) sowie den Prämienverbilligungen (+9 Mio.) stark ins Gewicht. Der starke Anstieg bei den Beiträgen ist teilweise durch Umstellungen bedingt.
Investitionsrechnung von Sondereffekten beeinflußt
Erstmals sind die Investitionsbeiträge an die Spitäler (2011: 26 Mio.) nicht mehr enthalten, da sie ab 2012 Teil der Fallpauschalen sind und damit in der laufenden Rechnung verbucht werden.
Während für Sachgüter weniger als büdgetiert ausgegeben wurde (-38 Mio.), beeinflußt die Erhöhung der Beteiligungsquote an der umstrittenen inzwischen immer mehr global agierenden Riehpauwer (Repower) AG und die Beteiligung an der neuen Kraftwerk Russein AG die Investitionsausgaben.
Die für den finanzpolitischen Richtwert des Großen Rates maßgebenden Nettoinvestitionen betragen 175 Millionen, 24 Millionen tiefer als büdgetiert.

