EWZ mit happigen Strompreis-Erhöhungen: Strom 50% teurer?!

Die Stadt Zürich braucht Geld. Dies geht auf Kosten der Förderung von Ökostrom. So die Version einer zürcher Zeitung (siehe unten).
Eine andere Version präsentiert das EWZ in einer Mitteilung.
Ungeachtet dessen, welche Version stimmt: Die Ankündigung von massiven Verteuerungen bei den EWZ dürfte wohl ein Grund mehr sein, zu überlegen, auf alternative Energien wie Solarstrom umzusteigen. Strompreiserhöhungen von 11 bis 18 % allein für 2014!
Auslöser dafür sind gemäß EWZ-Mitteilung „Änderungen der Netznutzung auf nationaler Ebene“ sowie „teilweise bereits deutlich unterdeckte EWZ-Netznutzungstarife“.
Die Anpassung auf kostendeckende Netznutzungstarife erfolgt in drei gleichmäßigen Schritten in den Jahren 2014 bis 2016. Der Aufschlag beträgt bei einem Durchschnittshaushalt mit vier Personen im Jahr 2014 rund 140 Franken, für Unternehmen liegt dieser zwischen 11 und 18 Prozent.
Dies allein für das Jahr 2014 wohlgemerkt. Wird es in den folgenden beiden Jahren ebenfalls Strompreiserhöhungen in dieser Größenordnung geben, muß man kein Mathe-Genie sein, um auszurechnen, daß Strom im EWZ-Gebiet von Graubünden 50% teurer werden dürfte. Oder soger noch teurer?
Der Strompreis, den die EWZ-Kunden bezahlen, setzt sich zusammen aus den Komponenten Energie, Abgaben an die öffentliche Hand und Netznutzung.
Dies ist eine Vorgabe des Schweizerischen Stromversorgungsgesetzes. Der Energiepreis, der durch die gewählten Stromprodukte und die verbrauchte Menge bestimmt wird, ändert sich nicht. Die nationalen Abgaben (KEV und Gewässerschutz) steigen von 0,45 Rappen auf 0,60 Rappen pro Kilowattstunde. Der Netznutzungstarif erhöht sich ebenfalls. Er ist heute nicht kostendeckend und im Vergleich mit anderen Netzbetreibern sehr tief.
Verschiedene Einflußfaktoren sind verantwortlich für den Kostenanstieg im Netznutzungsbereich. Zum einen erhöht die nationale Übertragungsnetzgesellschaft swissgrid die Entschädigung für das Übertragungsnetz und die Systemdienstleistungen.
Zum andern muß das EWZ den Tarif erhöhen, um Investitionen für ein sicheres, leistungsfähiges und effizientes Netz tätigen zu können. Zudem hat der Bundesrat den Netzbetreibern eine höhere Verzinsung für das im Stromnetz gebundene Kapital (WACC) zugestanden.
Die Anpassung auf kostendeckende Netznutzungstarife erfolgt in drei gleichmäßigen Schritten in den Jahren 2014 bis 2016. Bei einem Durchschnittshaushalt mit vier Personen erhöht sich die Gesamtrechnung im Jahr 2014 um rund 140 Franken. Bei Geschäftskunden hängt die Höhe des Aufschlags vom Energie- respektive Leistungsbezug ab. Auf der Gesamtrechnung beträgt der Aufschlag zwischen 11 und 18 Prozent.
Der TagesAnzeiger präsentierte 2010 allerdings eine andere Version als Grund für die massive Strompreiserhöhung der EWZ als aus der Medienmitteilung der EWZ aktuell hervorgeht.
Damals schrieb der Tagi:
Als der Strommarkt Anfang 2009 teilweise geöffnet wurde, nahm das EWZ die höheren Netzkosten und die Abgabe für Ökostrom auf die eigene Kappe, anstatt sie auf die Kunden abzuwälzen. «Dabei geht es um zweistellige Millionenbeträge pro Jahr», sagt Harry Graf vom EWZ. Rechnet man den Bonus ein, verbilligt die Stadt Zürich den Strom insgesamt mit rund 50 Millionen Franken im Jahr.
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Die neuen Tarife sollen frühestens 2012 eingeführt werden, weil bei Anpassungen der Stadtrat und danach der Zürcher Gemeinderat das letzte Wort haben.
Die Stadt Zürich braucht offenbar Geld und hat ihre Strompreispolitik geändert.
Die individuellen Stromkosten können unter www.EWZ.ch/Stromkostenrechner berechnet werden.

