Strecke vom Domleschg via Albula ins Engadin wird Nationalstraße

Strecke vom Domleschg via Albula ins Engadin wird Nationalstraße

2008 wurde es angekündigt vom damaligen Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Daß der Bund neue Streckenabschnitte ins Nationalstraßennetz überführen will.

2020 wird es nun realisiert.

Die Strecke vom Strecke vom Domleschg via Albula ins Engadin wird Nationalstraße.

Ab 1. Januar 2020 werden die Schinstraße von Thusis bis Tiefencastel und die Julierstraße von Tiefencastel bis Silvaplana bei St. Moritz – als bisheriger Teil des Bündner Hauptstraßennetzes – neu zur Nationalstraße (N29) im Sinne des Nationalstraßengesetzes.

Sie behält aber aufgrund ihres Ausbaustandards weiterhin ihren Charakter als Hauptstraße bei und auch die Signalisation bei.

Als neuer Eigentümer und Bauherr führt und finanziert der Bund den Ausbau, den baulichen Unterhalt und den Betrieb sowie den projektfreien Unterhalt der Nationalstraße N29 zu hundert Prozent. Den Betrieb und den projektfreien baulichen Unterhalt wird weiterhin das Tiefbauamt Graubünden beziehungsweise die Gebietseinheit V (GE V) im Auftrag des Bundesamts für Straßen (ASTRA) auf Basis einer Leistungsvereinbarung ausführen.

Die GE VV führt im Auftrag des Bundes bereits seit dem Jahre 2008 den Betrieb und den projektfreien baulichen Unterhalt der Nationalstraßen N13 und N28 auf Basis einer Leistungsvereinbarung.

Blick von Silvaplana bei St. Moritz / Oberengadin Richtung Julierpaß, der neu Nationalstraße N29 wird ab 2020
Blick von Silvaplana bei St. Moritz / Oberengadin Richtung Julierpaß, der neu Nationalstraße N29 wird ab 2020

Hintergrund:

Das heutige Autobahnnetz der Schweiz wurde vor fast 60 Jahren festgelegt.

Inzwischen haben sich Bevölkerung und Besiedlung stark verändert, was eine Anpassung notwendig machte. Im Rahmen des Nationalstraßen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) werden mit dem neuen Netzbeschluss (NEB) rund 400 km Kantonsstraße in das Nationalstraßennetz überführt.

Zahlreiche Kantone benantragten beim Bund, das Nationalstraßengesetz anzupassen, so auch Graubünden. Einige Strecken werden dadurch neu vignettenpflichtig, dadurch daß sie ins Nationalstraßennetz aufgenommen werden, andere nicht.

Es sind für Nationalstraßen, die wichtigsten Kriterien, daß sie den internationalen Transitverkehr durchleiten, die Schweiz mit dem Ausland und die schweizerischen Agglomerationen untereinander verbinden oder Tourismusregionen und Kantonshauptorte anbinden.

Die neue Nationalstraße N29 führt vom Domleschg / Thusis via Bivio ins Oberengadin
Die neue Nationalstraße N29 führt vom Domleschg / Thusis via Bivio ins Oberengadin

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