Städtepartnerschaft Terracina-Chur: Vollmundig, aber eine Augenwischerei

Städtepartnerschaft Terracina-Chur: Vollmundig, aber eine Augenwischerei

Theatralisch kommt die Stadt Chur in einer Medienmiteilung daher. Nicht nur eine Verbundenheit mit einer Partnerstadt gebe es, nein, gleich eine „europäische Verbundenheit“. So verlautet es großmundig seitens der Stadt Chur. „Anläßlich des 70-jährigen Bestehens des Europäischen Partnerschaftsrings erneuerten die Partnerstädte in Terracina ihr Bekenntnis zu Frieden und Freundschaft“, so weiter, und: „Die Zeremonie stand im Zeichen von Frieden, Verständigung und dem gemeinsamen europäischen Gedanken“.

Naja, kaum einem Churer dürfte der Name Terracina etwas sagen, wenn man ihn darauf anspricht. Insofern ist das schwülstige Gerede von „europäischer Partnerschaft“, „europäischer Verbundenheit“ und mehr noch „Bekenntnis zu Frieden und Freundschaft“ eben das: schwülstiges Gerede.

Sonst ist es damit nicht weit her. Bestenfalls noch ein Cüplianlaß für Politiker, die dann, in 5 Jahren nochmals die Gläser heben dürfen. Dann nämlich gibt es das nächte Jubiläum, das von 75 Jahren, der „Städtepartnerschaft“, von der man sonst nichts oder fast gar nichts hört, von wenigen Ausnahmen wie im Jahr 2018 einmal abgesehen, als die Jugendmusik Chur mal von Terracina hören ließ.

Ansonsten: Gähnende Leere im Internet, nie was gehört oder gesehen von der angeblich triefend tiefen Partnerschaft.

Remo Maßat

Admin

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