Sozialhilfe-Quote in Graubünden bei 1,4%

Sozialhilfe-Quote in Graubünden bei 1,4%

2674 Bündnerinnen und Bündner bezogen im Jahr 2018 mindestens einmal wirtschaftliche Sozialhilfe. Das sind beinahe gleich viele Personen wie im Jahr zuvor.

Damit liegt die Sozialhilfequote bei 1,4 Prozent.

Stabil ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, welche Sozialhilfe bezieht: Beinahe jede dritte sozialhilfebeziehende Person ist unter 18 Jahren.

Geraten Menschen in der Schweiz in eine finanzielle Notlage, können sie sich an die Sozialhilfe wenden. Sie ist das letzte Auffangnetz und garantiert das Existenzminimum, wenn der eigene Lohn, andere finanzielle Hilfen wie Arbeitslosengelder, Renten oder Stipendien nicht ausreichen, das Vermögen aufgebraucht und auch Unterstützung durch Verwandte fehlt.

Der Anteil an Personen, die im Kanton Graubünden in dieser Situation waren und durch die Sozialhilfe unterstützt wurden, betrug im Jahr 2018 1,4 Prozent. Die Sozialhilfequote des Kantons Graubünden ist eine der tiefsten der Schweiz. Sie liegt deutlich unter dem schweizweiten Durchschnitt von 3,2 Prozent.

Quelle: Bundesamt für Statistik / Grafik: Standeskanzlei

Die Sozialhilfequote blieb über die letzten 10 Jahre relativ konstant bei rund 1,1 bis 1,4 Prozent der Bündner Bevölkerung. Ebenfalls konstant entwickelten sich die Bevölkerungsgruppen, die in Notlage geraten: Kinder und Jugendliche, Geschiedene, Ledige, Alleinerziehende, Ausländer sowie Personen, welche nicht über einen berufsbildenden Abschluß verfügen, sind besonders häufig auf Sozialhilfe angewiesen.

Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Sozialhilferisiko
Im Jahr 2018 benötigten 783 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 bis 17 Jahren Sozialhilfe.

Damit liegt die Quote im Kanton Graubünden in dieser Altersgruppe bei 2,5 Prozent, schweizweit bei 5,2 Prozent. Seit dem Jahr 2011 stieg diese Quote an (von 2,0 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent).

Sozialhilfequote nach Altersgruppen im Kanton Graubünden und in der Schweiz, 2018
Sozialhilfequote nach Altersgruppen im Kanton Graubünden und in der Schweiz, 2018 (Quelle: Bundesamt für Statistik / Grafik: Standeskanzlei)

Das Sozialhilferisiko ist bei Kindern im Vorschulalter besonders hoch. Danach nimmt es mit zunehmendem Alter ab. So beträgt die Sozialhilfequote der 5- bis 6-Jährigen 3,3 Prozent, jene der 7- bis 12-Jährigen 2,9 Prozent. Bei den 16- und 17-Jährigen liegt die Quote mit 1,4 Prozent bereits einiges tiefer.

Admin

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