Resultate der Volksabstimmung vom 8. März 2026 in Graubünden
Im Kanton Graubünden haben die Stimmberechtigten am Sonntag, 8. März 2026, über vier eidgenössische Vorlagen entschieden. Wie in der gesamten Schweiz fiel das Ergebnis deutlich aus: Drei Volksinitiativen wurden verworfen, während eine Reform des Steuersystems Zustimmung fand.
Am klarsten fiel das Verdikt bei der sogenannten Klimafonds-Initiative aus. Die Vorlage verlangte, daß der Bund jährlich mehrere Milliarden Franken in einen Fonds für Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen einzahlt. Die Bündner Stimmbevölkerung lehnte diese Initiative jedoch deutlich ab.
Auch die Initiative „200 Franken sind genug!“, die eine deutliche Senkung der Radio- und Fernsehgebühren vorsah, fand im Kanton keine Mehrheit. Damit bleibt die bisherige Finanzierung des öffentlichen Rundfunks bestehen.
Ebenfalls verworfen wurde die Volksinitiative „Bargeld ist Freiheit“, die Bargeld stärker in der Bundesverfassung verankern wollte. Gleichzeitig stimmten die Bündner Stimmbürger dem direkten Gegenentwurf des Bundes zu. Dieser garantiert weiterhin die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld, ohne die weitgehenden Forderungen der Initiative zu übernehmen. In der Stichfrage entschieden sich die Abstimmenden ebenfalls für den Gegenentwurf.
Anders fiel das Ergebnis beim Bundesgesetz über die Individualbesteuerung aus. Die Bündner Stimmberechtigten unterstützten die Reform, mit der die Besteuerung künftig unabhängig vom Zivilstand erfolgen soll. Ziel der Vorlage ist es insbesondere, die sogenannte „Heiratsstrafe“ im Steuersystem abzuschaffen.
Kantonale Sachvorlagen standen in Graubünden an diesem Abstimmungssonntag nicht zur Entscheidung. Somit konzentrierte sich der Urnengang vollständig auf die eidgenössischen Geschäfte.
Insgesamt zeigt das Resultat in Graubünden eine ähnliche Tendenz wie auf nationaler Ebene: Skepsis gegenüber weitreichenden Initiativen, aber Unterstützung für eine Reform der Besteuerung.
(rm, pd)

