Planwirtschaft: Staatsgelder für Viehabsatz
Der Kanton Graubünden geht im Viehmarkt weiter mit planwirtschaftlichen Maßnahmen vor. Er fördert den Absatz von Nutztieren, indem er Werbeaktivitäten sowie marktentlastende Maßnahmen unterstützt. Die Durchführung dieser Maßnahmen kann einer landwirtschaftlichen Organisation übertragen werden.
In Graubünden sorgt die graubündenVIEH AG für einen optimalen Viehabsatz. Als pauschale Entschädigung erhält sie dafür für das laufende Jahr 106 000 Franken. Für die Organisation der öffentlichen Schlachtviehmärkte in Graubünden wird ein Sockelbeitrag von 140 000 Franken ausgerichtet.
Dazu kommen Stückbeiträge für Rindvieh, Schafe und Ziegen. Zudem wird für die Förderung des Schaf- und Ziegenmarktes auch in diesem Jahr ein Beitrag von sechs Franken pro vermarktetes Tier gewährt, was bei geschätzten 20 000 Tieren einen Gesamtbeitrag von jährlich rund 120 000 Franken ausmacht.
Für Schafe, welche auf den Märkten in den Südtälern gehandelt und abgeführt werden, wird ein Transportbeitrag von vier Franken pro Tier ausbezahlt.
Bund: Marktwirtschaft – Graubünden: Planwirtschaft
Die Agrarpolitik 2014 – 2017 des Bundes mit dem neuen Direktzahlungssystem überläßt die Tierhaltung vollständig den Gesetzmäßigkeiten des freien Marktes, da die tierbezogenen Direktzahlungen wegfallen.
Entgegen diesem Sinne gewährt der Kanton einen Beitrag von 90 000 Franken zur Amortisation des Viehvermarktungszentrums Cazis. Damit sollen auf planwirtschaftlichem Wege günstige Rahmenbedingungen für die Viehvermarktung im Kanton realisiert werden.

