Misox: Graubünden soll bei der Bekämpfung der Mafia miteinbezogen werden
Die bündner Regierung beantragt in einem Schreiben an den Bundesrat, dass die italienischsprachigen Gebiete des Kantons Graubünden in den Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung der Mafia aufgenommen werden.
Der Aktionsplan soll auf das Tessin ausgerichtet werden, da gemäß Bundesrat das Risiko mafiöser Aktivitäten in den südlichen Grenzkantonen, vor allem im Tessin, hoch ist.
Die Bündner Regierung ist jedoch der Ansicht, daß die italienischsprachigen Gebiete des Kantons Graubünden, insbesondere die direkt an den Kanton Tessin angrenzende Region Moesa, ebenfalls von diesen Entwicklungen betroffen sind.
Misox Briefkastenfirmen-Hochburg
Die Region Moesa ist dem Tessin als Wirtschaftsraum zugewandt.
Sollte die Region Moesa im Nationalen Aktionsplan nicht berücksichtigt werden, ist zu erwarten, daß sich die organisierte Kriminalität vom Kanton Tessin in die Region Moesa verlagern wird. In etwas geringerem Umfang dürfte dies auch auf die anderen italienischsprachigen Südtäler Bergell und Puschlav zutreffen.
Dies wird nicht nur für die betroffenen Regionen problematisch sein, sondern auch die Bekämpfung der organisierten Kriminalität erschweren, welche Sache des Bundes ist.
Der Kanton selbst hat seine Anstrengungen in den letzten Jahren schon weiter verstärkt.

