Junge Mitte Graubünden will Wahlrechts-Alter 16
Die Junge Mitte Graubünden begrüßt die aktuell vorgeschlagene Gesetzesänderung, die es Jugendlichen ab 16 Jahren ermöglichen soll, aktiv an Wahlen und Abstimmungen auf kantonaler Ebene teilzunehmen. Damit wird die politische Integration junger Menschen gefördert und zusätzlich die Generationengerechtigkeit gestärkt – ein Gewinn für unsere Demokratie.
Die Partei äußert dazu im Einzelnen (kursiv):
Als Jungpartei liegt uns die politische Einbindung junger Menschen besonders am Herzen. Wir erachten die Senkung des Stimmrechtsalters als zentralen Schritt zur Weiterentwicklung der demokratischen Rechte, mit dem Ziel, daß möglichst viele Bündner an der Zukunft ihres Kantons mitentscheiden können.
Warum wir das Stimmrechtsalter 16 fordern:
1. Partizipation und Engagement fördern
Unsere direkte Demokratie und unser Milizsystem leben von politischer Partizipation und dem Engagement aller Beteiligten. Der kontinuierliche Ausbau der politischen Rechte ist ein wesentlicher Bestandteil der Schweizer Demokratiegeschichte und damit Teil unseres Erfolgskonzepts. Die Einführung des Stimm- und Wahlrechts ab 16 Jahren ist ein wichtiger Schritt, um junge Menschen für die politische Teilhabe zu gewinnen. Gleichzeitig bringt sie neue Perspektiven und Anliegen in den öffentlichen Diskurs ein – Anliegen, die es verdienen, gehört zu werden.
2. Generationengerechtigkeit stärken
Der demografische Wandel und die Abwanderung führen in Graubünden zu einer stark alternden Bevölkerung. Dadurch verschiebt sich auch das politische Kräfteverhältnis, obwohl gerade die Jugendlichen am längsten mit den heutigen politischen Entscheidungen leben müssen. Die Senkung des Stimmrechtsalters gibt der jungen Generation eine stärkere Stimme und trägt dazu bei, das Kräfteverhältnis auszugleichen.
3. Verbindung mit politischer Bildung
Heute werden Jugendliche im Rahmen des Staatskundeunterrichts in der Oberstufe politisch gebildet. Mit dem Stimmrechtsalter 16 kann dieses Wissen direkt angewendet werden. Luca Fanconi, Vizepräsident der Jungen Mitte Graubünden, sagt dazu: «Die Verbindung von politischer Bildung mit dem aktiven Stimm- und Wahlrecht ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, nämlich, die junge Generation in die demokratischen Prozesse einzuführen.»
4. Fähigkeiten anerkennen
Wir als Jungpartei können bestätigen, daß Jugendliche bereits mit 16 Jahren fähig sind, sich eine eigenständige Meinung zu politischen Prozessen zu bilden und entsprechend verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. In diesem Alter werden bereits erste Pflichten übernommen und wichtige Weichen für das weitere Leben gestellt. Deshalb sollten Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren nicht von der politischen Teilhabe ausgeschlossen werden. Andriu Decurtins, Vorstandsmitglied der Jungen Mitte Graubünden, konkludiert: «Mit 16 stellt man die Weichen für das Erwachsenenleben, mit 17 leistet man bereits AHV-Beiträge und muß am Orientierungstag teilnehmen, deshalb ist man in diesem Alter auch reif genug, um politische Entscheidungen mitzugestalten.»
(pd, rm)

