Jahresbericht Jagd 2013: Hirschbestand, Risikobär M13 abgeschossen, Wolfsrudel am Calanda

Jahresbericht Jagd 2013: Hirschbestand, Risikobär M13 abgeschossen, Wolfsrudel am Calanda

Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünen hat den Jahresbericht veröffentlicht.

Vom Bären in Graubünden schwärmten viele Leute. Die, die ihm - wie dieser Mann - schon einmal begegnet waren, waren skeptischer. Auch das "Argument", daß der Bär zu Graubünden gehören würde, vergißt natürlich, daß damals noch keine Menschen da waren. Mit dem gleichen Argument "Der Bär war schon früher da", könnte man ja auch Dinosaurier wieder ansiedeln. Die waren noch viel früher da. Doch jetzt können sich Bärenfreunde freuen: M13 ist wieder da.
Vom Bären in Graubünden schwärmten viele Leute. Die, die ihm – wie dieser Mann – schon einmal begegnet waren, waren skeptischer. Auch das „Argument“, daß der Bär zu Graubünden gehören würde, vergißt natürlich, daß damals noch keine Menschen da waren. Mit dem gleichen Argument „Der Bär war schon früher da“, könnte man ja auch Dinosaurier wieder ansiedeln. Die waren noch viel früher da. Doch jetzt können sich Bärenfreunde freuen: M13 ist wieder da, im Museum und ungefährlich.

Die Wildbestände wurden nach dem Winter 2012/13 als gut bis hoch eingeschätzt. Der Frühlingsbestand der Hirsche wurde auf über 15‘000 Tiere geschätzt und hatte damit seine tragbare Größe erreicht.

Entsprechend hoch war der Hirschabschußplan, der auf 4‘645 Abschüsse berechnet wurde. Die Hochjagd im September war weitgehend eine Schönwetterjagd. Dies bedeutet in der Regel gute Bedingungen für die Gämsjagd und eher ungünstige Voraussetzungen für die Hirschjagd.

Noch weitgehend grüne Herbstweiden haben für gute Äsungsbedingungen in Wildschutzgebieten und im Schweizerischen Nationalpark gesorgt, was sich erfahrungsgemäß ebenfalls negativ auf die Hirschjagd auswirkt.

Trotzdem war im langjährigen Vergleich eine durchschnittliche Strecke bei der Hirsch und Rehjagd zu verzeichnen. 5’289 Jäger und 180 Jägerinnen haben an der Bündner Hochjagd 2013 teilgenommen.

Mit verschiedenen Versuchsanordnungen wurden große Ansammlungen von Hirschwild in Wildschutzgebieten angegangen, mit dem Ziel, die Hochjagdstrecke zu erhöhen. Vor der Hochjagd und während des Jagdunterbruchs im September erfolgten Störaktionen in Wildschutzgebieten.

Während der Jagd wurde mit verschiedenen speziellen Eingriffen in Teilbereichen von Wildschutzgebieten diese Zielsetzung verfolgt. Ob solche Störaktionen auch mittelfristig Erfolg versprechen, werden erst mehrjährige Erfahrungen zeigen. Die hohen Hirschbestände erforderten mit Ausnahme des Bergells in allen Regionen des Kantons die Durchführung einer Herbstjagd.

Große Herbstjagden waren einmal mehr in der Umgebung des Schweizerischen Nationalparkes notwendig. Ebenso in den beiden Regionen Herrschaft Seewis und Vorderprättigau, wo aufgrund der schlechten Verjüngungssituation im Wald eine Reduktion des Hirschbestandes angestrebt wird. Insgesamt wurde die zweithöchste Hirschstrecke im Kanton erzielt.

In mehr als der Hälfte der Regionen wurde der Rehabschussplan während der Hochjagd bereits erfüllt. Beim Reh konzentrierten sich die notwendigen Eingriffe während der Herbstjagd vor allem auf Gebiete entlang des Alpenhauptkammes. Besondere Maßnahmen sind aufgrund der in jüngster Zeit bei Rindern und Hirschwild im Vorarlberg festgestellten Tuberkulosefälle angezeigt. Im Auftrag des Kantonstierarztes wurden während der Sonderjagd alle mehrjährigen Hirsche aus dem Prättigau auf das Vorkommen von Tuberkulose untersucht.

Bisher mußten keine positiven Befunde registriert werden.

2013 mußte der Bär M13 aufgrund seines Verhaltens als Riskobär eigestuft werden. Am 19. Februar wurde er im Puschlav erlegt. Der Bär hatte bereits im Herbst 2012 seine Nahrung immer wieder in Siedlungen gesucht. Nach dem Winterschlaf zeigte er erneut dieses Verhalten, war Menschen am Tag gefolgt und zeigte trotz wiederholten Vergrämungsaktionen überhaupt keine Scheu vor Menschen mehr.

Als Konsequenz aus diesem Verhalten wurde er als Risiko gemäß Konzept Bär Schweiz eingestuft. Dieses sieht für Risikobären den Abschuß vor. Das Wolfsrudel am Calanda erhielt erneut Nachwuchs. Im Laufe des Sommers konnten sechs Welpen bestätigt werden. Ende November zählte das Calandarudel zehn Tiere.

Von den Jungtieren des Vorjahres waren zwei ins Wallis abgewandert. Ein weiterer ins Tessin, wo er in der Nähe von Gambarogno bei einem Zusammenstoß mit einem Zug tödlich verletzt wurde.

Im August wurde erneut eine Sonderjagdinitiative eingereicht. Diese verlangt die Abschaffung der Sonderjagd im Spätherbst.

Admin

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