Gesundheitszentrum Unterengadin: Erfreulicher CSEB-Jahresabschluß 2025 und Investitionen in die Zukunft

Gesundheitszentrum Unterengadin: Erfreulicher CSEB-Jahresabschluß 2025 und Investitionen in die Zukunft

Das Gesundheitszentrum Unterengadin darf trotz der großen Herausforderungen auf ein in jeder Hinsicht und in allen Betrieben ausgezeichnetes Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Dies beweise einmal mehr, dass Gesundheitszentren die richtige Antwort auf die komplexen und anspruchsvollen Entwicklungen der Gesundheitsversorgung in der Peripherie darstellen, so das Zentrum. Zudem können dank der soliden finanziellen Situation betrieblich notwendige und zukunftssichernde Investitionsprojekte aus eigener Kraft finanziert und realisiert werden. Das Gesundheitszentrum berichtet zu den aktuellen Zahlen und über Weiteres: 

Erfolgreich über alle Betriebe

Das Jahr 2025 darf trotz eines äusserst anspruchsvollen Umfelds im Gesundheitswesen wirtschaftlich als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Wie bei anderen Gesundheitsbetrieben auch, stellen die immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen insbesondere die Tarifierung, die Teuerung sowie zusätzliche, kostenintensive Auflagen und Regulationen auch das CSEB vor besondere Herausforderungen.

Umso erfreulicher ist, daß das Gesamtbudget 2025 deutlich unterschritten werden konnte. Konkret beträgt das effektive Defizit zu Lasten der Trägergemeinden für alle Betriebe des CSEB inkl. Spitex, Rettungsdienst, Regionalspital, Rehaklinik, vier Pflegeinrichtungen, Beratungsstelle und Querschnittsbetrieb Dienste gesamthaft CHF 846’228.

Somit schließt die Jahresrechnung im Vergleich zum Budget um CHF 2’690’280 besser ab und ist sogar um CHF 2’911’525 besser als die Rechnung 2024. Dies bestätigt einmal mehr, daß Gesundheitszentren bei konsequenter Umsetzung nicht nur aus der Versorgungsperspektive für die einheimische Bevölkerung und deren Gäste, sondern auch ökonomisch grosse Vorteile bringen können.

Eine «rote Null» im Ospidal

Dank der im Vergleich zum Vorjahr 7% besseren Auslastung und der kontinuierlichen Optimierungsmassnahmen in den Betrieben sowie dank der sachgerechten Anpassung der GWL-Beiträge seitens des Kantons und der Tarifanpassungen konnte das Budget deutlich unterschritten werden.

Der Jahresabschluß 2025 fiel mit einem Betriebsergebnis einer «roten Null» von minus CHF 145’580 gegenüber dem Budget um CHF 1’848’419 bzw. um 93% besser aus und liegt damit trotz der schwierigeren Rahmenbedingungen um CHF 1’802’482 auch deutlich besser als der Abschluß 2024. Damit bewegt sich das Ospidal finanziell gesehen erfreulicherweise wieder auf dem Niveau der Vor-Coronazeit. Dies führt im Ergebnis zu einem positiven EBITDA von 3,9%.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß andere Spitäler im Rahmen von Leistungsvereinbarungen mit den Gemeinden, oftmals in Millionenhöhe, die Defizit-Beträge als Einnahmen verbuchen, was bei der Beurteilung des Ergebnisses des CSEB-Ospidals, bei welchem derartige Beiträge der Gemeinden nicht fließen, als zusätzlich erfreulicher Umstand berücksichtigt werden muß.

Dies verdeutlicht einmal mehr, daß es auch künftig möglich ist, ein vollwertiges Regionalspital mit Notfall- und Grundversorgung in der Peripherie im Rahmen eines Gesundheitszentrums erfolgreich zu betreiben. Positiv festzuhalten ist auch die tiefe Fluktuationsrate der Mitarbeitenden, welche mit 7,8% erneut deutlich unter der im Gesundheitswesen mit «sehr gut» bewerteten Rate von unter 15% und der allgemein als «gut» bewerteten Rate von unter 25% lag. Damit bewegt sich diese Kennzahl seit Jahren auf konstant niedrigem Niveau.

Investitionen in die Zukunft aus eigener Kraft

Da im Rahmen der ordentlichen Abschlüsse der letzten Jahre auch konsequent Investitionsgelder für die Zukunft beiseitegelegt wurden, können nun auch die betriebsnotwendigen und zukunftssichernden Investitionen ohne zusätzliche Belastung der Trägergemeinden realisiert werden.

Konkret wird dieses Jahr eine neue Rettungsdienstgarage auf dem Gelände des Ospidals erstellt sowie ab der Wintersaison 2026/27 ein vollwertiges MRI im Ospidal zur Verfügung stehen. Erfreulicherweise kann dadurch ein wichtiger Technologiesprung realisiert werden.

So wird im Regionalspital Scuol eines der ersten heliumfreien und mit KI-unterstützten MRIs der Schweiz zur Verfügung stehen. Im Pflegeheim Chasa Puntota wird zudem dieses Jahr die Küche komplett renoviert. In den kommenden Jahren werden dann die Küche und die Cafeteria des Ospidal saniert. Begleitend kommt es zu kleineren baulichen Optimierungen.

Weiter wichtige Investitionen betreffen die Ablösung des Administrativ- und des Klinikinformationssystems, um auch im Bereich der Digitalisierung am Puls der Zeit bleiben.
Somit setzt das Gesundheitszentrum Unterengadin auch weiterhin konsequent auf die Umsetzung des aktualisierten kantonalen Gesundheitsleitbilds 2026-2036.
Der ausführliche Jahresbericht ist unter www.cseb.ch einsehbar.

Das «Center da sandà Engiadina Bassa (CSEB) / Gesundheitszentrum Unterengadin»

Das Modell «Gesundheitszentrum Unterengadin» ist sehr innovativ und bestechend einfach: Unter einem Dach gehen wichtige regionale Anbieter in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Pflege, Betagtenbetreuung und Wellneß einen gemeinsamen Weg. So kann das Unterengadin optimal und integriert mit Gesundheitsdienstleistungen versorgt werden. Dafür wurde es bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2023 mit dem Viktor Award, dem Oscar im Schweizer Gesundheitswesen.

Die Angebote des Regionalspitals, des Rettungsdienstes, der Rehabilitationsklinik, der Beratungsstellen, der Spitex, der Pflegeeinrichtungen und des Bogn Engiadina werden aufeinander abgestimmt. Seit 2007 garantiert das Gesundheitszentrum die ganzheitliche Versorgungskette – von der Geburt bis hin zur palliativen Pflege. Das Gesundheitszentrum ist ein Pionierprojekt im Schweizer Gesundheitswesen, welches auch international Beachtung findet.

Zudem finden die schweizweit einmalige Integrative Medizin sowie die ausgeprägten Qualitäts- und Patientensicherheitsbestrebungen besondere Beachtung. Durch die enge Zusammenarbeit der einzelnen Betriebe können vielfältige betriebliche Synergien genutzt werden.

Das Gesundheitszentrum ist ein Erfolgsmodell für die Region, für die einheimische Bevölkerung und für die Gäste und beschäftigt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit.

(pd, rm)
(Foto: Visualisierung des Neubaus der Rettungsdienstgarage gegenüber des Ospidal)

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