Fachhochschulzentrum Graubünden: Chur wird um weitere häßliche Bauten reicher

Fachhochschulzentrum Graubünden: Chur wird um weitere häßliche Bauten reicher

Nach dem gruseligen Baute des des Verkehrsstützpunktes in der Kantonshauptstadt kommt eine weitere häßliche Baute in Chur hinzu. 

Heute Montag erhielten Medienschaffende im Rahmen eines geführten Rundgangs erstmals Einblick in die große Baustelle des neue Fachhochschulzentrums Graubünden in Chur. Die Visualisierungen lassen nichts Gutes erahnen. 

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich für das neue Fachhochschulzentrum Graubünden hat das Hochbauamt unter Beisein von Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, die am Bau beteiligten Holzverarbeitenden zu einem Rundgang über die Baustelle geladen. «Der rasante Baufortschritt ist beeindruckend – vor Ort werden die Dimensionen und die hohe Komplexität des Projekts direkt erlebbar», betonte Regierungsrätin Carmelia Maissen in ihrer Rede.

Positive Zwischenbilanz

Der Neubau der Fachhochschule zählt zu den grössten Hochbauvorhaben des Kantons. Der laufende Betrieb auf der Baustelle und das hohe Tempo erfordern eine vorausschauende Planung sowie präzise Koordination. «Das Projekt befindet sich auf Kurs: Die gesetzten Meilensteine werden trotz straffem Zeitplan termingerecht erreicht, und auch die Kostenentwicklung bewegt sich im Rahmen der Budgetvorgaben», bilanzierte Regierungsrätin Carmelia Maissen. Mit dem nachhaltigen Neubau werden zukünftig Lehre und Forschung auf dem neuen Campus für die Studierenden und Mitarbeitenden an einem Standort vereint. Heute ist die Fachhochschule auf fünf Standorte in neun Gebäuden in der Stadt Chur verteilt.

Häßlich, aber nachhaltig

Das Holz für das Deckentragwerk stammt aus Bündner Wäldern. Es wurde im Winter 2024 geschlagen und danach in verschiedenen Sägereien im Kanton zugeschnitten und getrocknet. Im Anschluss wurden die Holzbalken von den Holzbauunternehmungen bearbeitet, um sie danach auf der Baustelle einzusetzen. «Bei einem Projekt dieser Grössenordnung ist diese regionale Holzbeschaffung organisatorisch anspruchsvoll: 33 Gemeinden, 8 Sägereien und eine Arbeitsgemeinschaft mit 4 Zimmereien sind beteiligt und müssen koordiniert werden», so Kantonsbaumeister Andreas Kohne.

Der Neubau werde nachhaltig umgesetzt: Durch den gezielten Einsatz optimal geeigneter Materialien werden Ressourcen geschont und langfristig Kosten eingespart. So hat die Deckenkonstruktion in Holz-Beton-Hybridbauweise deutlich tiefere CO2-Emissionen als eine konventionelle Massivbauweise. «Die Untersichten der Vollholzbalken werden sichtbar bleiben und die Räume des Neubaus prägen», sagte Andreas Kohne. Über diesen Holzverarbeitungsprozess entstand unter dem Titel «Holzwege» eine dreiteilige Filmdokumentation; der finale Teil erscheint in diesen Tagen.

Aufrichte als nächster Meilenstein

In den nächsten Monaten werden die Rohbauarbeiten fortgesetzt und Geschoß um Geschoß wird dazukommen. Im Herbst 2026 wird der Rohbau abgeschlossen sein und der nächste große Meilenstein erreicht werden. Anschließend beginnt der Einbau der Fassade. Verläuft alles nach Plan, wird das neue Fachhochschulzentrum Mitte 2028 bezogen. Die Kosten für das Gesamtprojekt – inklusive Instandsetzung der Liegenschaft an der Pulvermühle 68 – belaufen sich auf 178 Millionen Franken. Der Große Rat genehmigte den Verpflichtungskredit von 151 Millionen Franken im Oktober 2022, das Bündner Stimmvolk stimmte der Vorlage im März 2023 zu.

(pd, rm)
(Visu: Kt. GR)

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