Drei Universitäten forschen zu ORIGEN: Riom wird zum Campus

in diesen Monaten mit dem Kulturfestival Origen. (Bild: ORIGEN Riom)
Gleich drei Schweizer Universitäten befassen sich aktuell mit der Kulturinstitution Origen. Die ETH entwirft neue Wohnformen im Baubestand des Bergdorfes Riom. Die HSG untersucht Origen in einem Kurs über Festivalkultur. Die ZHdK organisiert ein Colloquium zu zeitgenössischen Formen des Freilichttheaters. Origen wird zum Studienobjekt, Riom zum Campus.
Origen wird langfristig das Engagement in der Bildung vertiefen. Ein erster Schritt wurde bereits unternommen: Studenten und Dozierende von drei Universitäten beschäftigen sich in diesen Monaten mit dem Kulturfestival Origen. Dabei geht es um Erforschung der Festivalgenese, Entwicklung von Infrastrukturen, Analyse von künstlerischen Produktionen und Entwicklung von Zukunftspotentialen. Origen Intendant Giovanni Netzer möchte diese Kooperationen stärken. „Die Kultur leistet schon heute einen substantiellen Beitrag an die künstlerische, soziale und ökonomische Entwicklung des Kantons Graubünden. Die Bedeutung der Kultur wird in den kommenden Jahren zunehmen. Daher ist es sinnvoll und dringend, in die Ausbildung der Nachwuchskräfte zu investieren.“ Bereits heute arbeiten junge Fachkräfte an der Entwicklung von Programm und Infrastruktur des Festivals mit. „Origen ist ein junges Festival. Viele unserer Mitwirkenden sind Studienabgänger mit breiten Interessen, hoher Motivation und hohem Verantwortungsbewusstsein. Die Anknüpfung an die Hochschulen ist daher naheliegend und sinnvoll. Wir profitieren von jungen Ideen und spannenden Erkenntnissen.“
Die ETH entwirft Wohnformen für Riom
Prof. Gion A. Caminadas Studenten an der Zürcher ETH haben sich mit dem Wohnen in Riom befasst. Sie haben Ställe umgebaut, neue Wohnformen entwickelt, über Gemeinschaft und Baukultur nachgedacht. Im Sommer werden die Studentenarbeiten in Riom ausgestellt. Die Eröffnung findet Mitte Juni statt.
Die ZHdK erforscht die „Königin von Saba“
Die Aufführungen der «Königin von Saba» wurden im Rahmen einer breit angelegten Forschungsarbeit zum neuen schweizerischen Freilichttheater von Prof. Dr. Liliana Heimberg ausgewertet. Die Ergebnisse werden in einer Installation dokumentiert und im Sommer in Riom präsentiert. Dazu gibt es ein Colloquium zu neuen Formen des Theaters in der freien Landschaft.
Die HSG analysiert Genese und Perspektiven
Prof. Dr. Andreas Härter von der Universität St. Gallen wird anfangs April eine Studienwoche mit zwanzig Studenten in Riom verbringen und in enger Zusammenarbeit mit Origen zum Thema «Festivalkultur – Kulturfestival» intensive Forschungsarbeit betreiben. Dazu gehören ausgedehnte Interviews mit Fachleuten, kulturelle Ausflüge in die Region, szenische Selbstversuche und die Erarbeitung von Perspektiven für Dorf, Region und Kanton.

