Davos: Erfolgreicher Loipenpass-Verkauf trotz Schneemangel

Davos: Erfolgreicher Loipenpass-Verkauf trotz Schneemangel

Die Loipen der Region Davos-Klosters erfreuen sich großer Beliebtheit, wie die Gemeinde Davos in einer Medienmitteilung von heute schildert. So wurden im vergangenen Winter 32’738 Loipenpässe verkauft. Das seien über 1’000 Loipenpässe mehr als im Vorwinter. Dieser Erfolg sei zu einem wesentlichen Teil der technischen Beschneiung zu verdanken. Mit den Einnahmen könne der Erhalt und der Ausbau der Langlauf-Infrastruktur sichergestellt werden, so die Gemeinde:

Knapp drei Viertel der verkauften Loipenpässe, nämlich 24’368 Stück, entfallen auf Tagespässe. Dazu kommen über 4’600 Saisonpässe, rund 1’700 Wochenpässe und fast 900 verkaufte Schweizer Loipenpässe. Zusätzlich konnten während der Blick-Langlaufwochen 1’130 Blickpässe verkauft werden. Bei den Saisonpässen ist ein Rückgang zu verzeichnen, welcher aber durch die starke Steigerung bei den Tages- und Wochenpässen aufgefangen werden kann. Für die gesamte Destination Davos-Klosters wurden mit dem Verkauf der Loipenpässe und der Ausschüttung aus dem nationalen Loipenpool rund 990’000 Franken generiert. Das sind gegenüber der Vorsaison rund 40’000 Franken mehr. Diese Einnahmen werden nach dem bewährten Schlüssel von Loipenpaß Schweiz auf die beiden Gemeinden Davos und Klosters aufgeteilt.

Nach Abzug der Werbe- und Informationskosten sowie der anteiligen Rückvergütung für den Verkauf der Schweizer Loipenpässe an Loipen-Schweiz entfallen 690’000 Franken auf die Gemeinde Davos. Dieser Betrag fließt vollumfänglich in den Unterhalt und den Ausbau der Langlauf-Infrastruktur.

Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis angesichts der schwierigen Witterungsbedingungen zu Beginn des Winters. Aufgrund des Schneemangels konnten nicht alle Loipen wunschgemäß geöffnet werden, weshalb mit einem Besucherrückgang gerechnet werden mußte. Dank der technischen Beschneiung im Flüelatal und im Zentrumsbereich sowie dem engagierten Einsatz des Loipenteams blieb die Nachfrage aber stabil und die Gästezahlen konnten sogar gesteigert werden.

An vielen Stellen brachte das Loipenteam Schnee vom umliegenden Kulturland auf die Loipentrassen, um Lücken aufzufüllen. Die Landgrundeigentümer und Pächter zeigten sich dabei äußerst kooperativ. Erst nach den größeren Niederschlägen im Januar konnte das gesamte Loipennetz geöffnet werden.

Ohne die technische Beschneiung müßte Davos auf eine magere Langlaufsaison zurückblicken. Das zeigt die große Bedeutung der technisch beschneiten Loipen. Ein Umstand, der angesichts der Klimakrise tendenziell noch zunehmen wird.

Die Gemeinde Davos plant darum mit einem entsprechenden Gesamtplan den schrittweisen Ausbau des technisch beschneiten Loipennetzes. So wird die Schneesicherheit verbessert und die Attraktivität des Davoser Loipennetzes kann für Einheimische und Gäste erhalten werden.

(pd, rm)
(Bild: Gmd. Davos)

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