Das EWZ stellt Planung der hochalpinen Solaranlage in Splügen-Tambo ein

Das EWZ stellt Planung der hochalpinen Solaranlage in Splügen-Tambo ein

Kein Solarprojekt der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich: Die Rußland-Sanktionen führen zu Energiemangel. Doch die geplante Solaranlage im Wintersportgebiet Splügen-Tambo wird aufgrund der Vorbehalte maßgebender Aktöre und Investoren im Tourismus nicht realisiert wie aktuell mitgeteilt wird seitens des EWZ-Konzerns.

Das EWZ bedauert, daß ein weiteres Projekt im Rahmen des aus Sicht des Konzerns dringend geforderten Ausbaus von Solar-Freiflächenanlagen mit hoher Winterproduktion nicht umgesetzt werden kann.

Der Konzern setzt jedoch weiterhin auf Sonnenenergie – sowohl auf bestehender Infrastruktur als auch im Bereich von Freiflächenanlagen, heißt es weiter.

Das EWZ plante im Rahmen des „Solarexpreß“ eine hochalpine Solaranlage in der Bündner Gemeinde Rheinwald.

Auf der Tanatzhöhi im Wintersportgebiet Splügen-Tambo sollte die Anlage jährlich bis zu 12 GWh Sonnenstrom für rund 4’800 Haushalte produzieren.

Aufgrund von Vorbehalten aus dem Tourismus und der damit gesunkenen Realisierungschance hat das EWZ entschieden, das Projekt einzustellen.

„Gemeinsam mit dem Gemeindevorstand haben wir die Planungen für nachhaltigen Sonnenstrom aus Rheinwald an einem sehr gut erschlossenen Standort vorangetrieben“, sagt Philippe Heinzer, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei EWZ.

„Leider sprachen sich die maßgebenden Aktöre und Investoren im Tourismus immer deutlicher gegen das Projekt Tambo-Solar aus. Dies bedauern wir, denn Tambo-Solar hätte einen wichtigen Beitrag zur so dringend benötigten Winterstromproduktion leisten können.“

Christian Simmen, Präsident der Gemeinde Rheinwald, ergänzt: „Wir arbeiten seit längerem an Projekten zur touristischen Entwicklung der Region. Damit soll die regionale Volkswirtschaft gestärkt und nachhaltig gesichert werden. Eine Solaranlage in dieser Größenordnung ist mit den geplanten künftigen touristischen Plänen leider nicht vereinbar. Wir würden es begrüßen, gemeinsam mit ewz weitere Solarpotenziale in der Gemeinde zu prüfen“.

EWZ: „Winterstrom wird dringend benötigt“

Der Standort im Skigebiet Splügen-Tambo wäre aufgrund hoher Ertragswerte und der Einbindung in bestehende Infrastrukturanlagen ideal, so der Energiekonzern.

Hochalpine Solaranlagen seien effizienter und lieferten überdurchschnittlich viel Winterstrom, so das EWZ.

Dieser wäre dringend notwendig, um die ansteigende Stromnachfrage infolge der sogenannten Dekarbonisierung zu decken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Der Konzern hat bereits zwei hochalpine Solar-Großanlagen in Betrieb. An der Albigna-Staumauer im Bergell und an der Staumauer am Lago di Lei produzieren sie Sonnenstrom.

Beide Anlagen erfüllten die Erwartungen insbesondere in Bezug auf die hohe Stromproduktion im Winter, so das EWZ.

EWZ trotzt Entscheid

Trotz des Entscheids gegen den Bau von Tambo-Solar und der Ende Januar erfolgten Abstimmung gegen das Projekt Nandro-Solar in der Gemeinde Surses seien das EWZ von den Vorzügen und der Notwendigkeit hochalpiner Solaranlagen überzeugt.

So würden das EWZ gemeinsam mit der Gemeinde Rheinwald trotzdem weitere Potenziale für Solaranlagen auf Gemeindegebiet prüfen.

Neben dem Zubau von Solaranlagen auf Freiflächen setzt das EWZ ebenso auf den Zubau auf Infrastrukturen, Stadtzürcher Immobilien und Arealen in der ganzen Schweiz. Es braucht einen gleichzeitigen Ausbau in allen Bereichen, um die ambitionierten Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes zu erreichen.

Admin

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