Coronaimpfung: Bündner Regierung zum Impfplan in Graubünden

Coronaimpfung: Bündner Regierung zum Impfplan in Graubünden

Seit dem 4. Januar 2021 wird in Alters- und Pflegeheimen geimpft, obwohl die Corona-Impfungen gerade für hochbetagte Menschen mit besonderen Risiken verbunden sind. 

Auch die Wirksamkeit von angeblichen 90% ist umstritten.

Der Kanton Graubünden bzw. die Bündner Regierung zieht bis jetzt „ein positives Fazit“.

Bisher wurden 4.035 Personen mit der ersten Impfdosis geimpft.

Nachdem das Bundesamt für Gesundheit heute erstmals Zahlen zum aktuellen Impfstand in der Schweiz veröffentlicht, wird der Kanton ab nächster Woche die aktuellen Zahlen ebenfalls präsentieren.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat heute den aktuellen Stand der Impfungen gegen das Coronavirus veröffentlicht.

Aufgrund der Meldeverzögerungen aus den einzelnen Kantonen und der Anzahl involvierter Stellen in der Logistik, weichen die vom BAG gemeldeten Zahlen von den aktuellen Zahlen des Kantons ab.

Deshalb wird der Kanton Graubünden ab kommender Woche die eigenen Zahlen laufend auf der Webseite www.gr.ch/coronavirus kommunizieren.

Das BAG ist gefordert, die zugesicherten Impfdosen zügig zu liefern, so der Kanton Graubünden weiter.

Korrekte Handhabung sichert korrekte Statistik
Der Kanton Graubünden hält sich an die Vorgaben der Hersteller der bisher zwei zugelassenen Impfstoffe und des BAG.

Jede „zu impfende Person“ muß im Abstand von drei bis vier Wochen zweimal mit dem Impfstoff desselben Herstellers geimpft werden, also entweder zweimal Pfizer/BioNTech oder zweimal Moderna.

Der Impfstoff von Pfizer/BinNTech geriet jüngst in die Schlagzeilen wegen gehäckten Dokumenten, welche publik wurden und weil der Entwicker sich selbst und seine Mitarbeiter voerst nicht impfen möchte (Bericht).

Dies bedeutet, daß die Hälfte der gelieferten Dosen für die zweite Impfung „reserviert“ werden muß und nicht umgehend verimpft werden kann.

Die zuerst zu impfenden Personen sind vom BAG nach Risikogruppen geordnet worden. Jugendliche unter 16 Jahren werden zudem nicht geimpft.

Kanton will am 171.000 Personen impfen

Somit sind in Graubünden gut 171 000 Personen für eine freiwillige Impfung einzuplanen. Derzeit präsentiert sich die Situation in Graubünden wie folgt (Stand 21. Januar 2021, 17.30 Uhr):

Vom BAG zugesichert und/oder gelieferte Dosen:

Pfizer/BioNTech (Comirnaty)
Bis 17. Januar zugesichert 6000 Dosen geliefert 6000 Dosen
Für 18. Januar zugesichert 3000 Dosen geliefert 1000 Dosen
Für 25. Januar zugesichert 3000 Dosen voraussichtlich nur 1000 Dosen erhältlich
Für 05. Februar zugesichert 5000 Dosen voraussichtlich nur 1000 Dosen erhältlich
Für 15. Februar zugesichert 5000 Dosen voraussichtlich nur 1000 Dosen erhältlich
Moderna
Für 13. Januar zugesichert 5100 Dosen geliefert 5100 Dosen*
*Davon an Impfzentren ausgeliefert 2900 Dosen

Verimpft wurden bisher total 4035 Dosen (alles 1. Dosis, d. h. 8070 Dosen total reserviert); in 50 von 52 Heimen wurde bereits geimpft; somit wurden bis 21. Januar 2021 2,35 Prozent der insgesamt für eine Impfung in Frage kommenden Bündner Bevölkerung geimpft. Gut die Hälfte der Impfdosen ist verimpft oder für eine Impfung reserviert. Sämtliche derzeit gelieferten Dosen sind fix zur Impfung verplant (1. und 2. Dosis).

Kanton Graubünden angeblich „erfreuliche Impfbereitschaft“

Viele Bündner wollen sich offenbar impfen lassen. Dies suggeriert der Kanton zumindest, indem er publiziert, daß gegenwärtig mehr Leute sich impfen lassen wollen als die geringe Menge Impfstoff, die bisher geliefert wurde möglich macht:

Zurzeit liegen deutlich mehr Anmeldungen vor, als Impfstoff vorhanden ist.

Aufgrund der limitierten Verfügbarkeit des Impfstoffs werden die Termine innerhalb der Impf-Zielgruppen laufend vergeben.

Der Kanton dankt der Bevölkerung für ihre Unterstützung und für die nötige Geduld, bis alle Personen, die das möchten, geimpft worden sind.

Admin

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