Chur-West: Die Kantonshauptstadt erhält ein neues Quartier
Der Name ist phantasielos wie sonstwas und wahrscheinlich wurde einfach der Name der Haltestelle der Rhätischen Bahn übernommen worden. Chur-West.
Der städtebauliche Studienauftrag für das Areal am Bahnhof Chur-West ist entschieden:
Das Team, bestehend aus Duplex Architekten, Gersbach Landschaftsarchitektur und IBV Hüsler Verkehrsplanung, hat das Beurteilungsgremium mit einem weitsichtigen (visionären) Entwurf überzeugt. Das Projekt wurde einstimmig als am besten geeignete Grundlage für die weitere Entwicklung empfohlen.
Eingangspforte zum künftigen Chur-West
Das Stadtareal Chur-West wird in den nächsten Jahrzehnten zum zweiten Zentrum der Stadt entwickelt. Derzeit arbeiten Eigentümer sowie die Stadtbehörden daran, das gesamte Gebiet Chur-West – unterteilt in verschiedene Teilgebiete – zu entwickeln.
Südlich des sich im Bau befindlichen Bahnhofs Chur-West liegt das sogenannte Teilgebiet E. Es bildet die künftige Eingangszone zum Areal Chur-West, da es den Bahn- und Busbahnhof mit den weiteren Teilgebieten von Chur-West verbindet.
Ein neues Stück Stadt für Chur-West
Ziel war es, ein städtisches (urbanes), lebendiges und ansprechendes (attraktives) Quartier zu gestalten, das über 400 Personen neuen Wohn- und Arbeitsraum bietet. Für viele Familien, Paare und Einzelpersonen, die heute in Chur aufgrund des knappen Angebots keine passende Wohnung finden, ist dies von großer Bedeutung.
Mit dem Siegerprojekt entsteht ein städtisches (urbanes), zukunftsweisendes Quartier, das sich harmonisch in den Gesamtzusammenhang (Gesamtkontext) einfügt. Die städtebauliche Setzung ist geprägt durch fünf unterschiedlich hohe Bauten, darunter zwei markante Hochpunkte. Diese „Dichte in die Höhe“ ermöglicht großzügige öffentliche Freiräume und stärkt die Eigenart (Identität) des neuen Quartiers. Unterschiedlich gestaltete Straßenräume (Straßenzüge), Gassen und Platzfolgen (Platzabfolgen) durchziehen das Quartier und sorgen für eine ausgewogene Mischung von Öffentlichkeit und Privatheit.
Vergleich und Entscheid
Zur Bewertung der fünf eingereichten Entwürfe wurde eine Beurteilungskommission (Jury) einberufen, die sich aus planerischen Fachleuten und Vertretern der Eigentümerschaft des betroffenen Gebiets zusammensetzt. Nach intensiver Beratung entschied sich die Beurteilungskommission (Jury) einstimmig für das Siegerprojekt des Planungsbüros Duplex Architekten – ein Entscheid, der vom Churer Stadtrat bestätigt wurde.
Das Siegerprojekt: Vernetzt und eigenartstiftend (identitätsstiftend)
Das ausgewählte Projekt überzeugt durch seine klare städtebauliche Haltung und die neuartige (innovative) Umgestaltung (Transformation) des ehemaligen Industrieareals in ein lebendiges, städtisches (urbanes) Quartier. Besonders hervorzuheben sind die markante architektonische Formensprache, die eine hohe Wohnqualität sicherstellen soll, sowie die vielfältigen Frei- und Grünräume, die ein Nebeneinander von Öffentlichkeit und Privatheit ermöglichen und dem Ort eine zukunftsweisende Eigenart (Identität) verleihen.
Ausstellung und nächster Schritt
Das Siegerprojekt ist über den Sommer im Eingangsbereich des Stadthauses Chur an der Masanserstraße 2 öffentlich ausgestellt. Dem neu gebildeten (konstituierten) Gestaltungsbeirat wird das Projekt nun ebenfalls zur Beurteilung vorgelegt. Anschließend konkretisiert das Siegerteam den Entwurf weiter. Nach Fertigstellung des Quartierplans werden konkrete Bauprojekte eingereicht und verwirklicht (realisiert). Diese Schritte erfolgen über mehrere Jahre hinweg. Dann soll es sichtbar und belebt sein – das neue, einladende Eingangstor-Quartier von Chur-West.

(pd, rm)
(Bild oben: Das neue Teilgebiet E in Chur West – mit Bahnhof Chur West, Bahnhofplatz, Gebäuden und begrünten Außenräumen. Rechts im Bild: das geplante dritte Hochhaus von City West.
Visualisierung von Gyga AG.)

