Chur: Querungshilfe Alexanderplatz als Pilotprojekt

Chur: Querungshilfe Alexanderplatz als Pilotprojekt

Jeder in Chur kennt die unübersichtliche und stressige Situation an der Stelle: Im Rahmen der Pilotprojekte für Mobilität und Stadtraum setzt die Stadt Chur am Alexanderplatz eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit um. Mit einer neuen Querungshilfe soll die Situation für Fußgänger verbessert sowie die Übersichtlichkeit und Verkehrssicherheit am Alexanderplatz erhöht werden.

Mit den Pilotprojekten verfolgt die Stadt das Ziel, Maßnahmen im öffentlichen Raum schnell, einfach und kostengünstig zu testen. Bevor aufwendige bauliche Anpassungen vorgenommen werden, können Wirkungen beobachtet, Erfahrungen gesammelt und Lösungen bei Bedarf weiterentwickelt werden. In Planung ist die Neumarkierung am Kreisels Pulvermühle-/Ringstraße und bereits umgesetzt ist die Markierung des einseitigen Velostreifens auf der Rheinstraße im Abschnitt Au-und Gartenstraße.

Herausfordernde Situation am Alexanderplatz
Der Alexanderplatz zählt zu den am stärksten frequentierten Plätzen der Stadt. Zahlreiche Fussgängerinnen und Fussgänger queren täglich die Straße. Die zu querende Distanz über die Straße beträgt im Kurvenbereich rund 12,5 Meter. Die große Verkehrsfläche ist insbesondere darauf zurückzuführen, daß an dieser Stelle gelegentlich Busse kreuzen und dafür ausreichend Platz benötigt wird.

Dadurch entsteht eine teilweise unübersichtliche und hektische Verkehrssituation, welche vor allem für Kinder, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität herausfordernd sein kann. Da die heutige Gestaltung des Platzes erst vor wenigen Jahren umgesetzt wurde, sind bauliche Anpassungen derzeit nicht vorgesehen.

Querung in zwei Etappen
Als Pilotmaßnahme wird deshalb eine sichelförmige Mittelinsel markiert. Diese ermöglicht es, die Querung in zwei Etappen vorzunehmen und die Distanz für Fußgänger deutlich zu verkürzen.

Die neue Querungshilfe bietet mehrere Vorteile: Fußgänger können bei Bedarf auf der markierten Mittelinsel warten und müssen jeweils nur den Verkehr aus einer Richtung beobachten. Gleichzeitig werden querende Personen an einer definierten Stelle gebündelt über die Fahrbahn geführt, was die Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer verbessert. Zusätzlich soll die optische Einengung der Fahrbahn dazu führen, daß Fahrzeuge den Bereich tendenziell langsamer befahren.

Mit vergleichbaren Maßnahmen hat die Stadt Chur bereits gute Erfahrungen gemacht. So hat sich eine ähnliche Querungshilfe an der St. Luzi-Straße zwischen Hof und Kantonsschule bewährt.

Pilotprojekt mit Beobachtungsphase
Die Stadt wird die Auswirkungen der neuen Markierung in den kommenden Monaten beobachten und auswerten. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt fließen in die Weiterentwicklung des öffentlichen Raums und zukünftige Mobilitätsprojekte ein.

(pd, rm)
(Foto: Stadt Chur)

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