Chur: Arge Alp und IRKA sowie Interreg empfangen

Für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind die Kantone zuständig. Die Bundesverfassung erlaubt den Kantonen eine aktive Außenpolitik. Diesen Spielraum nützt der Kanton Graubünden, indem er grenzüberschreitende Fragestellungen im Rahmen grenzüberschreitender Strukturen löst und ein breites, flexibles Netzwerk pflegt.
Graubünden bewirtschaftet im Rahmen grenzüberschreitender Gremien wie der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp), der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und Interreg gemeinsame Lebensräume unter anderem mit Südtirol, Tirol, Vorarlberg und der Lombardei. Die zunehmende Vernetzung der Wirtschafts- und Lebensräume mit dem nahen Ausland bewirkt ein wachsendes Bedürfnis nach grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Hier leisten Grenzkantone wie Graubünden einen wichtigen Beitrag zur Außenpolitik.
Der Bundesrat erklärte in seiner Außenpolitischen Strategie 2012-2015 die Beziehungen zu den grenznahen Regionen zur Priorität und setzte mit Hans Jakob Roth einen Sonderbotschafter für grenzüberschreitende Fragen ein. Seine Aufgabe ist, den Austausch mit den Kantonen und ihre Unterstützung zu fördern. Europa wachse vor allem in den Grenzregionen zusammen, wodurch die Kantons- und Lokalregierungen künftig noch stärker in die regionale Außenpolitik involviert würden, führte Roth anläßlich des heutigen Treffens aus.
Kanzleidirektor Claudio Riesen, die Großräte Alessandro Della Vedova und Maurizio Michael, Eugen Arpagaus vom Amt für Wirtschaft und Tourismus und Bianca Battaglia, Beauftragte Aussenbeziehungen, erörterten Hans Jakob Roth die vielfältigen Außenbeziehungen des Kantons Graubünden. Zur Sprache kamen Themen wie die Expo 2015 in Mailand, Interreg-Projekte und das Engagement Graubündens an der Entstehung einer europäischen Alpenstrategie. Mit dem Treffen wurde der Grundstein für einen künftig intensiveren Austausch gelegt.

