Anschiessen für den Tunnel Val Pischöt

Anschiessen für den Tunnel Val Pischöt
Visualisierung neuer Tunnel Val Pischöt. (Bild: Standeskanzlei Graubünden)
Visualisierung neuer Tunnel Val Pischöt. (Bild: Standeskanzlei Graubünden)

Mit dem traditionellen Akt des Anschiessens für den rund 325 Meter langen Tunnel Val Pischöt beginnen heute die Bauarbeiten für das Kernstück des Ausbaus der Samnaunerstrasse. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist im Spätherbst 2017 geplant. Damit kann die Verkehrs- und Wintersicherheit der einzigen auf Schweizer Territorium liegenden Verbindung ins Samnaun markant verbessert werden.

Die Samnaunerstrasse verbindet das Unterengadin mit der Talschaft Samnaun. Die Bausubstanz dieser kantonalen Verbindungsstrasse stammt grösstenteils noch aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und wurde seither nur punktuell ausgebaut oder instandgesetzt. Insbesondere im Bereich der heutigen Galerie Val Pischöt genügt die Strasse hinsichtlich Breite und Geometrie nicht mehr den gegenwärtigen Anforderungen. Zudem ist die Strasse in diesem Bereich Naturgefahren ausgesetzt und muss im Winter infolge Lawinen jeweils an mehreren Tagen geschlossen werden.

Mit dem neuen Tunnel Val Pischöt wird der derzeitige Strassenabschnitt bergseitig umfahren, womit die Verkehrs- und Betriebssicherheit erhöht und ein kontinuierlicher Strassenverlauf bewirkt werden kann. Mit dem Tunnelvortrieb werden die Hauptarbeiten in Angriff genommen. Der Beginn der Arbeiten der Mineure wird traditionellerweise durch den heutigen Akt des Anschiessens gefeiert.

Der Tunnel wird ein Längsgefälle von 8,6 Prozent und ein Quergefälle von maximal 5 Prozent aufweisen. Mit einer Fahrbahnbreite von 5,80 Metern und einer lichten Höhe von 4,50 Metern kann der Tunnel künftig zweispurig befahren werden. Gemäss Voranschlag belaufen sich die Kosten für das Ausbauprojekt mit einer Gesamtlänge von 510 Metern auf rund 16 Millionen Franken.

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