Abstimmungen über Projekt zur Wasserkraft-nutzung am Adont

Abstimmungen über Projekt zur Wasserkraft-nutzung am Adont
Die Einwohner
Die Einwohner von Riom-Parsonz, Saluof und Cunter können in kürze über den Bau des Kleinwasserkraftwerks Adont entscheiden.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Riom-Parsonz, Salouf und Cunter können in Kürze über den Bau des Kleinwasserkraftwerks Adont entscheiden. Das geplante Kraftwerk soll voraussichtlich ab 2020 jährlich rund 11 Gigawattstunden Energie produzieren und bedarf einer Investition von rund 20 Millionen Franken.

Der Adont ist ein Seitenbach der Julia und mündet in das Staubecken «Lai da Burvagn». Hier plant ewz, eine neue Kraftwerkzentrale beim bestehenden Wehr zu realisieren. Mit einer Wasserfassung, die auf zirka 1‘740 m.ü M. unterhalb von Cre digl Lai zu liegen kommt, wird dem Adont ein Teil des Wassers entnommen. Es fliesst über eine neu zu erstellende, unterirdisch verlegte Druckleitung zur neuen Kraftwerkszentrale. Die Kraft des Wassers treibt Turbinen an, womit jährlich eine Energiemenge von rund 11 Gigawattstunden erneuerbare Energie produziert wird. Diese Menge entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 3‘800 durchschnittlichen Haushalten in der Stadt Zürich.

Das Projekt wurde 2012 öffentlich vorgestellt. In der Zwischenzeit fanden Projektionsarbeiten und Verhandlungen statt. Ein besonderes Augenmerk galt den Abklärungen zur Umweltverträglichkeit des Projekts. Diese wurde von Experten vertieft untersucht und auch mit Umweltverbänden vorbesprochen. Die Leitungsführung konnte so gewählt werden, dass keine inventarisierten Flachmoore oder Trockenwiesen tangiert werden, bis auf einen wenige Meter langen Abschnitt. Hier wird die Leitung mit grosser Sorgfalt unter einen bestehenden Weg verlegt. Die gesetzlich geforderten Restwassermengen werden ganzjährig eingehalten, teils sogar leicht übertroffen.

An drei Gemeindeversammlungen stimmen die Einwohnerinnen und Einwohner von Riom-Parsonz, Salouf und Cunter noch vor Weihnachten 2015 über die Konzessionserteilung ab. Diese Erteilung für eine Betriebszeit von 60 Jahren müsste anschliessend vom Kanton Graubünden genehmigt werden. Wenn die Auflagen des Kantons sowie die Detailplanungen bekannt sind und diese ein wirtschaftliches Kraftwerkprojekt ermöglichen, könnten der Baustart im Jahr 2018 und die Inbetriebnahme 2020 erfolgen.

Donati

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