Thema Briefkastenfirmen im Misox: Treffen zwischen Fedpol und Regierungsrat Peter Peyer
Regierungsrat Peter Peyer und die Direktorin des Bundesamts für Polizei (Fedpol) haben sich zu einem Gespräch getroffen.
Die Zusammenarbeit des Kantons Graubünden mit fedpol ist eng und vielfältig. Im Rahmen des Treffens waren unter anderem das Countering-Organised-Crime-Konzept (COC) sowie der dazugehörige Aktionsplan Antimafia Thema.
Der Kanton Graubünden hielt nochmals seine Bereitschaft fest, beim COC von Beginn an mitzuarbeiten und mitzugestalten.
Schwerpunkt Misox
Fedpol begrüßt dieses Engagement und ist überzeugt, von den Erfahrungen des Kantons Graubünden, die dieser aus dem Vorgehen im Misox gewonnen hat, profitieren zu können. Diese seit über drei Jahren bestehende Praxis des Kantons Graubünden entspricht dem vorgesehenen Vorgehen von Fedpol.
Beide Seiten waren sich einig, dass sich die bestehende sehr gute Zusammenarbeit bewährt hat und weiter ausgebaut werden soll.
Hintergrund der starken Zunahme von Briefkastenfirmen im Misox
Das Misox geriet wegen vieler verdächtiger Briefkastenfirmen in den Fokus in Graubünden. Als der Kanton Tessin die Gesetze mit viel neuen bürokratischen Hürden verschärfte um konkurrenzierende Firmen mit italienischem Ursprung zu bekämpfen bzw. der heimischen Wirtschaft Vorteile zu verschaffen, sproßen neue Briefkastenfirmen wie Pilze aus dem Boden im Misox.
Massenhaft wurden die Firmensitze einfach über die Kantonsgrenze hinweg ins Misox verlagert.
Womit das daher nicht heißen muß, daß es sich hier ausnahmslos um kriminelle Firmen handelt, sondern viele sind mit großer Sicherheit auch einfach nur der neuen Bürokratie im Tessin ausgewichen.

