Projekt «Nachhaltige Souvenirs für Graubünden» abgeschlossen
Orte wie St. Moritz vermarkten sich lieber selber. Wer wissen möchte, wofür Steuergelder in die in Graubünden umstrittene Organisation „Graubünden Ferien“ fließen, der erhält mit einer aktuellen Mitteilung der Organisation dazu einige Informationen (kursiv):
Mit der Veröffentlichung eines praxisnahen Leitfadens findet das Innotour-Projekt «Nachhaltige Souvenirs für Graubünden» seinen Abschluß. Eine Gruppe aus Vertretern verschiedener Tourismusbetriebe sowie der Hochschule Luzern hat in den letzten zwei Jahren fünf Mitbringsel entwickelt, welche die Werte der Marke Graubünden «wahr, wohltuend und weitsichtig» vertreten.
Die entstandenen Produkte haben nicht nur einen direkten Bezug zur Region, sondern wurden auch innerhalb der Kantonsgrenze hergestellt.
„Von Mutter Natur gemacht, von uns Bündnern veredelt“
Unter diesem Motto wurde das Projekt «Nachhaltige Souvenirs für Graubünden» im Frühjahr 2014 lanciert. Dahinter steht ein Team aus Mitarbeitern von Graubünden Ferien, HotellerieSuisse Graubünden – vertreten durch das Hotel Schweizerhof Lenzerheide –, Sedrun-Disentis Tourismus, GraubündenHOLZ, des Parc Ela und der Rhätischen Bahn. Unterstützt wurden sie von Experten der Hochschule Luzern. Nach zwei Jahren und fünf lancierten Mitbringseln findet das Projekt nun mit der Veröffentlichung des Leitfadens zur erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung nachhaltig produzierter Souvenirs seinen Abschluß.
100 Produktvorschläge, fünf marktfähige Artikel
Ziel des Projekts war, echte Graubünden-Andenken zu produzieren, welche für die drei Werte der Marke Graubünden «wahr, wohltuend und weitsichtig» stehen. Die Produkte sollen durch Qualität, Originalität und guter Gestaltung bestechen sowie aus natürlichen Materialien und in der Region hergestellt werden. Mit dieser Vision lancierte das Projekt-Team 2015 einen Ideenwettbewerb, bei dem über 100 Produktvorschläge eingegangen sind.
Die besten Ideen wurden ausgezeichnet und zum Markteintritt weiterentwickelt: der Picknick-Sack «Graubündel», das Bündner-Kreuzstick-Set «Püt a crusch», die Arvenholz-Brettchen «Planetta da schember», das Memo-Spiel Bündnerdeutsch–Hochdeutsch sowie der Steinbock-Türstopper «In buc stinau». Die ARGO-Werkstätten in Graubünden produzieren und konfektionieren drei dieser Artikel. Die anderen zwei werden von weiteren Firmen innerhalb der Kantonsgrenze hergestellt.
Leitfaden für die zukünftige Produktion von nachhaltigen Andenken
Durch die Realisierung der Produkte mittels Steuergeldern „sammelten die involvierten Unternehmen wertvolle Erfahrungen, die nun im Leitfaden zusammengefaßt wurden“, so Graubünden Ferien, und: „Darauf können in Zukunft weitere touristische Organisationen, Gestalter und Produzenten von Andenken zurückgreifen“.
Die „wichtigste Erkenntnis“ laut Graubünden Ferien:
Gemäß einer Umfrage bei Gästen der Ferienregion Graubünden im Jahr 2015 ist die lokale Herstellung das ausschlaggebendste Kriterium für den Kaufentscheid von nachhaltigen Souvenirs.
Besucher von Graubünden wollen also keine Produkte aus dem Aargau oder Thurgau oder aus Genf, sondern gerne etwas aus Graubünden.
Projektleiter Marc Held von Graubünden Ferien sagt: «Es war eindrücklich und inspirierend zu sehen, welch großes kreatives Potential in diesem Projekt ausgeschöpft wurde und wieviel Elan und Enthusiasmus die Ideenbringer und Produzenten in die Entwicklung der Souvenirs steckten. Dieser Leitfaden ist zwar das Projektende, gleichzeitig aber auch die Grundlage für neue Produkte.»

