Gesundheitsgefährdung durch gebietsfremde Pflanzen und Tiere

Gesundheitsgefährdung durch gebietsfremde Pflanzen und Tiere
Bekämpfung des Riesenbärenklaus. (Quelle: Standeskanzlei Graubünden)
Bekämpfung des Riesenbärenklaus. (Quelle: Standeskanzlei Graubünden)

Regierung sieht Handlungsbedarf bei invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten
Die Regierung nimmt Stellung zur Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten und sieht einen grossen Handlungsbedarf. Im Gegensatz zu den einheimischen, von Natur aus bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, sind gebietsfremde Arten durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen. Sie können die Gesundheit gefährden und Schäden verursachen. Aufgrund eines parlamentarischen Vorstosses hat das Bundesamt für Umwelt BAFU eine Strategie zur Bekämpfung erarbeitet.
Obwohl mit einer kantonalen Strategie die Ausbreitung einiger Arten in Graubünden bereits nachweislich gehindert werden konnte, hat die Verbreitung anderer angesiedelter Arten in den letzten Jahren zugenommen. Zudem wachsen die verschärfenden Einflussfaktoren wie globaler Handel, internationaler Verkehr, Klimawandel und Landnutzung weiter.
Die Bündner Regierung begrüsst die Absicht des Bundes, auch Grundstückeigentümer und -bewirtschafter zu einer Bekämpfung zu verpflichten. Dies gilt ebenso für die Unterhaltsdienste von Bahnen, Strassen und Gewässern. Aus Sicht der Regierung besteht ein dringender Handlungsbedarf bei der Koordination der verschiedenen Akteure, der Früherkennung sowie bei der Harmonisierung der Rechtsgrundlagen. Ebenso muss die Strategie die nötigen Grundlagen für die Freigabe von finanziellen und personellen Ressourcen liefern. Im Falle von fehlenden Verursachern soll sie die Basis für eine verhältnismässige Aufteilung der anfallenden Kosten zwischen Bund und Kantonen bilden.

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