Chur: Veranstaltung zur Testplanung Rückenbrecher

Chur: Veranstaltung zur Testplanung Rückenbrecher

Das Gebiet Rückenbrecher (Ruggenbrecher) verdankt seinen Namen historischer Flurbezeichnung für besonders mühsames, steiles oder schwer zu bearbeitendes Gelände – einen Hang oder Acker, der den Bauern früher bei der Arbeit buchstäblich den Rücken beugte.

Zum Hintergrund des Gebiets ist die  Lage zu erwähnen: Das Areal liegt im Norden von Chur am Übergang zum Stadtteil Masans. Zur heutigen Bedeutung ist zu sagen, es handelt sich um eine der letzten großen innerstädtischen Baulandreserven und Wiesenflächen der Stadt.

Rund 80 Personen informierten sich aktuell an einer Veranstaltung über die Testplanung für das Gebiet Rückenbrecher (Ruggenbrecher) und brachten ihre Fragen und Anliegen ein. Die Ergebnisse fliessen in den weiteren Planungsprozeß ein.

Rund 80 Personen nahmen im September 2026 an der Informationsveranstaltung zur Testplanung für das Gebiet Rückenbrecher teil. Stadt Chur, Kanton Graubünden, die Baugesellschaft Fürhörnli und das beauftragte Büro für die Verfahrensbegleitung informierten über die Ausgangslage und die Ziele der Testplanung.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich das Gebiet künftig städtebaulich entwickeln könnte. Dafür erarbeiten drei Planungsgruppen unterschiedliche Ansätze zur möglichen Entwicklung des Gebiets. Diese werden in zwei Arbeitsgruppen diskutiert und anschliessend miteinander verglichen.

Ein Begleitgremium unterstützt den Prozeß mit Fachwissen und trägt dazu bei, die verschiedenen Aspekte der Planung zusammenzuführen. Von Seiten der Bevölkerung begleitet die Echo-Gruppe den Prozeß.

Fragen aus der Bevölkerung

Im zweiten Teil der Veranstaltung waren die Teilnehmenden selbst gefragt. An sechs Tischen konnten sie Fragen zur Entwicklung des Gebiets formulieren und diskutieren. Die Themen reichten von Städtebau und Identität über Wohnen und Nutzungen bis zu Freiraum und Natur, Mobilität und Erschliessung sowie Nachbarschaft und Zusammenleben.

Anschliessend wurden die gesammelten Fragen thematisch geordnet und mit Punkten gewichtet. Damit konnten die Teilnehmenden sichtbar machen, welche Fragen ihnen im weiteren Planungsprozess besonders wichtig sind. Zum Abschluss bot ein Apéro Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den beteiligten Vertreterinnen und Vertretern von Stadt, Kanton, Baugesellschaft Fürhörnli und der Verfahrensbegleitung.

Wie geht es weiter?

Die Fragen aus der Veranstaltung werden den Planungsgruppen für die weitere Arbeit mitgegeben. Zudem begleitet eine Echo-Gruppe aus der Bevölkerung den Prozeß und prüft, ob und wie die eingebrachten Fragen in der weiteren Planung berücksichtigt werden. Der erste Workshop findet bereits Anfang Oktober 2026 statt.

Im Frühling/Sommer 2027 ist eine öffentliche Ausstellung geplant. Dort werden die Ergebnisse der Testplanung vorgestellt und die Fragen aus der Bevölkerung soweit möglich beantwortet. Die Erkenntnisse aus der Testplanung bilden anschliessend eine Grundlage für die Anpassung des Zonenplans.

(pd, rm)

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