Gemeindevorstand Pontresina treibt Energie- und Verkehrsprojekte voran

Gemeindevorstand Pontresina treibt Energie- und Verkehrsprojekte voran

Die Gemeinde Pontresina erstattet aktuell Bericht zur letzten Gemeindevorstandssitzung vom 21. Juli 2026. Im Mittelpunkt standen bei den Bechlüssen des Gemeindevorstands die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung, Anpassungen im Strassenverkehr sowie zahlreiche Bauvorhaben.  

Zunächst genehmigte der Gemeindevorstand das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026. Dieses wird nun öffentlich aufgelegt und auf der Website der Gemeinde veröffentlicht. Einsprachen können noch bis zum 10. August 2026 schriftlich beim Gemeindevorstand eingereicht werden.

Energiewende geplant

Die Gemeindepräsidentin trat erst jüngst für die Grünliberalen Graubünden bei den Regierungsratswahlen an, insofern überrascht es nicht, dass die Gemeinde bei Energie und Umwelt Schwerpunkte setzt. Einen wichtigen Schritt macht Pontresina bei der geplanten Energiewende. Die Gemeinde verfolgt das Ziel, ihre Wärmeversorgung schrittweise auf erneuerbare, lokal verfügbare Energiequellen umzustellen. Untersuchungen haben bestätigt, dass die Druckleitung des Kraftwerks Roseg als Wärmequelle für einen Wärmeverbund technisch geeignet ist und über ein vielversprechendes Energiepotenzial verfügt. Gemeinsam mit St. Moritz Energie und Energia Samedan soll das Projekt nun weiterentwickelt werden. Während die Gemeinde die planerische Koordination übernimmt, stellt Energia Samedan die Energiequelle bereit. St. Moritz Energie soll als möglicher Contractor die weitere Projektentwicklung vorantreiben. Der Gemeindevorstand hat den Leiter Tiefbau beauftragt, eine entsprechende Projektentwicklungsvereinbarung auszuhandeln.

Auch im Bereich Verkehr stehen Änderungen bevor. Auf Empfehlung der Verkehrskommission wird die bestehende Einbahnregelung auf der Via Maistra verkürzt. Künftig beginnt die Einbahn erst nach der Einmündung der Via Giandains und endet vor der Zufahrt zur Via Seglias. Das Verfahren zur Anpassung der Signalisation wird nun bei der Kantonspolizei eingeleitet.

Bereits im vergangenen Herbst wurde bei der Bushaltestelle Punt Ota Sur ein neuer Personenunterstand für Fahrgäste des Regionalbusverkehrs erstellt. Für Betrieb und Unterhalt der Anlage hat der Gemeindevorstand nun den erforderlichen Dienstbarkeitsvertrag mit der betroffenen Grundeigentümerin genehmigt.

Zahlreiche Baugesuche erhielten ebenfalls grünes Licht. Dazu gehören unter anderem die Erweiterung der Tiefgarage des Hotels Walther, Umbau- und Sanierungsarbeiten an verschiedenen Wohngebäuden, die Erweiterung von Photovoltaik- und Wärmeanlagen, die Sanierung der Trinkwasserversorgung Funtanella sowie verschiedene kleinere Bauvorhaben. Zudem wurde ein Grundsatzentscheid für das Hallenbad beim Sporthotel gefällt.

Mit den Beschlüssen setzt der Gemeindevorstand sowohl bei der nachhaltigen Infrastruktur als auch bei der Weiterentwicklung der Gemeinde wichtige Akzente. Insbesondere das Projekt eines Wärmeverbunds könnte sich langfristig zu einem zentralen Baustein der kommunalen Energieversorgung entwickeln.

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(pd, rm)

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