40% mehr Einsätze: Bündner Feuerwehren rücken immer öfter aus
Die Bündner Feuerwehren standen im letzten Jahr über 1’600 mal im Einsatz. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Waldbrandbekämpfung. In den letzten Jahren wurden dazu größere Investitionen getätigt.
Die Bündner Gemeinden sind für die Organisation und den Betrieb der Gemeindefeuerwehren gemäß den Vorgaben der Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) zuständig.
In den letzten fünf Jahren stieg die Anzahl der Einsätze um mehr als 40 % an.
Ein Grund für diesen Anstieg sind die Alarme von Brandmeldeanlagen.
Conradin Caduff, kantonaler Feuerwehrinspektor und Leiter Feuerwehr bei der GVG erklärt: „Vor allem Feuerwehren in städtischen und touristischen Zentren sind zunehmend von diesen Alarmen betroffen. Oft sind dies unechte Alarme, manchmal aber auch wirkliche Brände.“
Neben dem Ausrücken bei unechten Alarmen, der Hilfeleistung bei Naturereignissen und Straßenrettungseinsätzen verbrachten die Feuerwehrleute am meisten Zeit bei der eigentlichen Brandbekämpfung. Insgesamt waren die Feuerwehren im Jahr 2023 mehr als 25’000 Stunden im Einsatz.
Hilfeleistungen der Feuerwehr im Rahmen der allgemeinen Schadenwehr sind meist unentgeltlich. Ausnahmen bilden unter anderem Einsätze auf Straßen, Such- und Rettungsaktionen oder Dienstleistungen bei Anlässen.
Investitionen in die Waldbrandbekämpfung
Zusammen mit dem Amt für Wald und Naturgefahren und den Gemeinden investiert die GVG-Feuerwehr in die Waldbrandbekämpfung. So wurde bereits in einigen Gemeinden stationäre Löschwasserbecken erstellt. Daraus können Helikopter rasch Wasser für die Waldbrandbekämpfung beziehen.
Oft ist bei einem Waldbrand ein rascher Einsatz von Helikoptern zur Verhinderung einer Eskalation und zur Eindämmung des Feuers aufgrund der topografischen Verhältnissen des Kantons Graubünden unerläßlich.
Die Waldbrandstützpunkte wurden modernisiert und im letzten Jahr mit vier großen Löschwasserpumpen ausgestattet. Sämtliche Feuerwehren werden in den nächsten zwei Jahren mit Waldbrandschutzausrüstungen für die Feuerwehrleute ausgerüstet.
„Auch in die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrkader sowie der Forstleute wurde im letzten Jahr viel investiert. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Forstdienst und eine gemeinsame Ausbildung sind entscheidend für den Erfolg in der Waldbrandbekämpfung“, meint Caduff.
(pd)

