Warum schaute Bündner Regierung bei Ausbreitung von Coronavirus im Puschlav / Engadin, Bergell und Misox zu?
An China direkt angrenzende Länder konnten die Ausbreitung des Covid19-Virus durch Grenzschließungen erfolgreich verhindern.
Ganz anders in der Schweiz, speziell auch in Graubünden.
Man kann sich fast des Eindrucks nicht erwehren als wäre die Ausbreitung des Coronavirus gewollt gewesen.
Was vor allen Dingen aufstößt ist, daß zuerst gar nicht reagiert wurde, sondern man öffentlich bekanntgab – auch nach den Quarantäne-Maßnahmen in Norditalien – man wolle erst weiter „beobachten (RZ berichtete)“. Und dann zu den heute geltenden extrem drastischen Maßnahmen griff. Dies paßt nicht zusammen.
Zuerst schaute die bündner Regierung zu und ließ selbst dann noch die Grenzen sperrangelweit offen als Norditalien zur Quarantänezone wurde und sagte, sie könne angeblich nicht selber entscheiden, denn nur der Bund dürfe über Außengrenzenschließungen und auch über homöopathische Kontrollen entscheiden.
Zahlreiche Norditaliener wie z. B. Ferienwohnungsbesitzer flohen vor der Corona-Epidemie folglich in die Schweiz.
Die bündner Regierung schaute weiter zu.
Geographisch kaum bessere Situation möglich
Obwohl die Nadelöhre Campocologno an der Grenze zu Italien und das abgesehen von Touristenräumen sonst fast menschenleere weitläufige Berninagebiet geradezu einluden, die Ausbreitung des Virus Richtung Graubünden zu stoppen.
Der krasse Wandel
Nun kümmert sich die bündner Regierung plötzlich zunehmend um die Südtäler und besucht sie zudem fortlaufend (Meldung von heute)
Eine Delegation der Regierung und des Kantonalen Führungsstabs besuchte nun auch am heutigen Donnerstag das Puschlav und das Bergell.
Krise fast vorbei, das Beamtmungsgerät der Bündner Regierung kommt
Es gibt die deutsche Volksweisheit „Wer sich auf den Staat verläßt, ist verlassen“. Wie sehr das auch für volksnähere Länder wie die Schweiz namentlich ebenfalls gilt, erfuhr man bereits als bekannt wurde, daß die Schweiz nicht einmal in der Lage ist, genügend Mundschutztücher zur Verfügung zu stellen.
Auch in Graubünden ist die Volksweisheit aktuell spürbar.
Für das Puschlav gab es nun auch ein mobiles Beatmungsgerät.
Nun, wo die Coronakrise den Höhepunkt überschritten hat und Österreich und auch andere Länder wie die Tschechai, Dänemark, Litauen und andere schrittweise zur Normalität zurückkehren (z. B. Läden dürfen wieder öffnen, Schulen werden wieder aufgemacht usw.) und andere Länder wie Spanien, Italien, China usw. Lockerungen ankündigen.
Remo Maßat

