Südostschweiz-Journalismus: Das Medium macht erneut Quadroni fertig

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Bilder sagen mehr als Worte.

Das weiß schon der Volksmund.

Das menschliche Gehirn denkt eben zuerst in Bildern, diese verinnerlicht es.

Die Südostschweiz, die sich schon in der Vergangenheit in ihren Reportagen mehrheitlich auf die Seite des Baukartells und ihrer (zahlenden) Werbekunden schlug (und einen Reporter entließ, der das nicht so tat), bringt ein Bild vom Enthüller Quadroni in Handschellen.

Adam QuadroniIn der heutigen Ausgabe der Südostschweiz, die eng mit Politk und Wirtschaft und Verbänden verbandelt ist (sie alle sind große Werbekunden bei Somedia) erscheint eine Graphik und zwar anonym ohne Autor / Urheber, es steht nur drunter “Bilder:Archiv / Montage: Südostschweiz”.

Bei dieser anonymen Montage, deren Urheber man nicht erfährt, wird also Quadroni als Krimineller dargestellt.

Adam Quadroni, der einzige, der als Bauunternehmer bei den Preisabsprachen frühzeitig ausgestiegen ist, ist mit Handschellen abgebildet wie ein Krimineller, der verhaftet wurde und wegen Straftaten im Gefängnis sitzt.

Die anderen Bauunternehmer wie Conrad Foffa (zugleich Politiker und so weiter) sind nicht einmal aufgeführt!

Brutal!

Das heißt, der einzige Bauunternehmer, der sich weigerte, mitzumachen und ausstieg schon vor langer langer Zeit, der wird mit Handschellen dargestellt, die anderen “sauberen” Bauunternehmer, die den Quadroni auf perfideste Art in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konkurs trieben, die fehlen.

Kraß.

Es wird einem schlecht

Wenn man nun liest, was außerkantonale “Die Republik” bzw. bei der Südostschweiz entlassene und nicht mehr tätige Journalisten dort enthüllen, wird einem schlecht.

Aber wirklich brutal, daß die Südostschweiz weiterhin auf Adam Quadroni einschlägt und mit ihrer Schmutzkampagne nicht aufhört.

Langsam bekommt man den Eindruck:

Es scheint fast schon bündner Tradition, daß man das Recht bricht, wie bis heute in der Gemeinde Cazis, wo Fälle, die schon 2012 Anlaß zu einer bitteren Satire gaben (Domleschg24.ch ist heute Domleschger-Zeitung.ch) bis heute unter der Ägide von Eduard Decurtins nicht bearbeitet wurden und ein anderer Fall erst durch Verfügung des Verwaltungsgerichts Graubünden “gelöst” wurde.

Und zwar, indem eine (weitere) unrechtmäßige Verfügung der Gemeinde Cazis aufgehoben wurde.

Lustige bzw. bittere Fußnote übrigens im Fall Quadroni:

Kurz nach der Medienmitteilung der BDP “Die BDP wehrt sich gegen diese unhaltbaren Vorwürfe” trat Adreas Felix, Regierungsratskandidat und Parteipräsident der bündner BDP zurück.

Und dies, obwohl er noch wenige Stunden zuvor die Journalisten “Der Republik” öffentlich mit rechtlichen Schritten bedroht hatte.

Er sprach von einer “Lügengeschichte”, die “jeglicher Grundlage entbehrt”.

Offenbar dann doch genug Grundlage für einen sofortigen Rücktritt.

1 Tag später. Aber im Bündnerischen Baumeisterverband bleibt dieser “saubere” Herr?

Wie komisch.

Und Dr. Jon Domenic Parolini, BDP-Regierungsrat aus Zernez und Gemeindepräsident zur damaligen Tatzeit in besagter unterengadiner Gemeinde, er ist auch noch in Amt und Ehren.

Oder nur noch im Amt?

Wie lange noch?

Remo Maßat
Quadroni 1

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