Fördergelder: “Mit Speck fängt man Mäuse”

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Von Konrad Fischer

Ist das nicht traurig, wie die Schweizer Kanzleischranzen die Produktgruppe Klimaschutz wie sauer Bier an den Mann bringen wollen?

Mit Speck fängt man Mäuse, ok, aber sind die Schweizer Hausbesitzer bei aller Liebe zum Lochchäsli wirklich “innovativ” beschwänztes Ungeziefer und gehen der Lobbykratur auf die fränkligespickte Leimrute, die ja trotz aller dem Steuerbürger entwendeten Spickspeckung keine akzeptable Amortisation der Energiesparinvestition liefern kann?

Mit Speck fängt man Mäuse... (im doppelten Wortsinne)

Mit Speck fängt man Mäuse… (im doppelten Wortsinne)

Es gibt nach meiner Erfahrung – dem Herrgott sei Dank! – immer mehr Schweizer, die schon dahintergekommen sind, dass:

- Dämmfassaden keine Energie sparen können, sondern die Heizkosten erhöhen, weil die kostenlose Solarenergie die Außenwand nicht mehr mitheizen darf und die Wand hinter dem Dämmstoff im 24-Stunden-Mittel kälter ist als die ungedämmte. Und das höhere Temperaturgefälle dann mehr Wärmeenergie nach draußen fließen lässt. Wobei das die EMPA Dübendorf heizperiodenlang selbst messen konnte, im völligen Einklang mit allen Messungen, die das Fraunhofer-Institut für Bauphysik jahrelang vorgenommen hat. An Vergleichsbauten mit und ohne Fassadendämmung.

- Dämmfassadenoberflächen am Tag extrem heißer werden und in der Nacht kälter, da der Dämmstoff die direkte und diffuse Solarenergie nicht einleitet und speichert, deswegen jede Nacht 5-8 Stunden den Taupunkt unterschreitet und sich voll Kondensat saugt – Folge: Vernässung, Veralgung, Verschimmelung und Zerfrostung.

- Dämmfassaden wegen der extrem auseinanderklaffenden Wärmedehnung der verwendeten Materialien durch die damit gegebenen Spannungen an allen Ecken und Enden bald aufreißen und in die Fläche schüsseln und an den Fugen erst knacken, dann reißen. Und deswegen das Hannoversche Institut für Bauforschung nach jahrelanger Massenforschung herausbekommen hat, dass jeder Dämmquadratmeter im Jahr an die 10 Euro mehr an Instandhaltungsrücklage benötigt, als eine Putzfassade auf Mauerwerk.

Die Folgen der heutigen Dämmungen: Hohe laufende Kosten an Sanierungen und höhere Heizkosten obendrein (Bildquelle: Konrad Fischer)

Die Folgen der heutigen Dämmungen: Hohe laufende Kosten an Sanierungen und höhere Heizkosten obendrein (Bildquelle: Konrad Fischer)

- Fußbodendämmung der totale Schwindel ist, da nur die Beschaffenheit der Fußkontaktfläche (Teppich, Holz, Fliese, Beton usw.) darüber entscheidet, wie der grundsätzlich z.B. 20grädig raumlufttemperierte Fußboden der 35grädigen Fußsohle die Wärme entzieht. Je weniger Masse, umso weniger. Was unsere Altvorderen noch genau gewußt hatten und deswegen den Strump und als energieeffizienteste Krönung den Filzpantoffel erfanden. Nebst Holzfußboden und Flickerlteppich. Und der “dämmende” Teppich wurde auf den Boden gelegt, nicht darunter!

- Dämmung am Dach wegen Umkehr- / Sommerdiffusion ebenso wie an jeder Fassade taupunktgefährdet ist und sich tendenziell mit Nässe vollsaugt, egal wie eingekapselt und dampfdiffusionsgesperrt zur Raumluft. Weil es nämlich überwiegend die feuchtwarme Sommerluft ist, die allnächtlich von der Außenluft die Feuchtemengen an und in den Dämmstoff bringt, die wir an einem Junimorgen an jedem Schwyzer Wysli am Fyssli nässli spyrli dyrfli!

Entsprechend werden nur die innovativierten Mäuseschwitzerli von dem Steuergeldverhökerungsangebot in ihr geizvergeiltes Unglück gejagt werden, der kluge Eidgenosse wird diesen Lemmingemäusli gerne den Vortritt in den Abgrund lassen und dem verdämmten Gesslerhütli, das – wie auch in teutschen Landen – nur die Umsätze der Dämmprofiteure und die Schwarzkoffererträge der Politik und Administration anheizen wird, seine Referenz verweigern. Und das ist doch gut so!

Konrad Fischer, Dämmkritiker aus Bayern

Konrad Fischer, Dämmkritiker aus Bayern

Grüezi mitanand!

Konrad Fischer
Dämmrebell
Hochstadt am Main

http://www.Konrad-Fischer-Info.de