GRdigital: Warum Graubünden niemals ein Digitalstandort werden wird

GRdigital: Warum Graubünden niemals ein Digitalstandort werden wird

Die Bündner Regierung will Graubünden zum Digitalstandort werden lassen. Dies mit (zusätzlicher) Monster-Bürokratisierung in bester planwirtschaftlicher Manier. Es wird scheitern.

Graubünden wird niemals ein Digital-Standort für Unternehmen sein. Wer einmal in Graubünden mit der Kantonalen Steuerverwaltung zu tun gehabt hatte, weiss, warum.  Kleine Firmen werden bis aufs Blut schikaniert und in Verwaltungsgerichts-Prozesse gezogen.

Doch es gibt noch viele andere Gründe für Firmen, einen ganz grossen Bogen um den Kanton zu machen. Und zwar gerade für Firmen aus dem Digital-Sektor.

Denn nebst einer Kantonalen Steuerverwaltung, die Leute schikaniert und Strafschätzungen vornimmt, wenn ein Unternehmer nach einem Sturz im Spital ist,  hat Graubünden enorme selbstverantwortete Standortnachteile geschaffen.

Wie z. B. die, dass in den alpinen Gebieten, die im Fokus des angeblich tollen Digital-Standorts stehen sollen, es für Firmen Strafsteuern gibt in Form von sogenannten Abgaben.

Der sogenannten Tourismusabgabe. Ein Digitalunternehmen, welches in seiner Standortwahl frei ist, würde niemals einen Standort wählen in der Region Viamala wo es für die Firma und dann noch pro Mitarbeiter, den es einstellt eine Strafgebühr zahlen muss.

Graubünden: Bürokratie abbauchen? Nein danke! Stattdessen neue Steuern schaffen

Hinzu kommen weitere Standortnachteile wie z. B. eine Mindeststeuer für Firmen, welche die Kosten der Bürokratie decken soll, welche durch das Handelsregisteramt entsteht.

Dies sind allein über 1.000 Franken. (eine kantonale Mindeststeuer, die dann mit den anderen Steuerm auch bei Firmen, die Verluste schreiben dann irgendwie auf über 1.000 Frankenoder mehr schreitet. Und es wird – notabene – im Standort-Steuerrechner verschwiegen obwohl das Steuer-Amt (die Kantonale Steuerverwaltung des Kantons Graubünden wie sie sich nennt, allein der Name!) schriftlich zugesichert hat, dass dieser Fehler behoben wird und das vor Jahren.

Scheinvereine, die in Wahrheit Bürokratiemonster sind

Nun gründet die Regierung aber-millionen schwere Digitalisierungstransformations-„Vereine“ welche in staatlicher Hand sind. Die Kommunisten haben das auch schon versucht, auf diese Art und Weise Wirtschaft zu betreiben. Wo es endete, wissen wir.

Wer sich allein die Statuten von GRDigital durchliest, wird als Unternehmer einen grossen Bogen um den Kanton machen. Bürokratischer Geschwafel und Millionen rausgeworfen auf dem Rücken der kleinen KMU.

„Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden„

Und nochwas, liebe Digitalisierer, liebe Digitalisierungs-Schwurbler in Regierung und Beamtenstuben Graubündens: Digitalisierung erreicht man nicht durch ein „Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden„.

Allein schon der Name schreckt ab.

Man erreicht Digitalisierung mit guten Standortbedingungen. Neue Gesetze und staatliche „Vereine“ sind genau das Gegenteil davon. Sie produzieren Kosten und Bürokratie auf dem Rücken derer, die Arbeitsplätze schaffen.

Profitieren tun wieder mal nur die ganz Grossen wenn überhaupt. Das Holzwerk von Ems lässt grüssen, wo die Bündner Regierung über Jahrzehnte Steuermillionen an Milliardäre aus Österreich verschwendete. Nun ist es abgerissen worden vor einiger Zeit. Die Millionen fort.

Wie wäre es…?

Wie wäre es mal mit wirklich sinnvollen Massnahmen: Steuerbeamte entlassen, die selbst 10-Tages-Fristen und 30-Tages-Fristen setzen und dann über Ein-ein-viertel Jahre nicht antworten. Die Anzahl der Staatsangestellten reduzieren.

Oder wie am Digitalstandort Estland geschehen die Grundbuchämter abschaffen bzw. digitalisieren.

Die Firmengründungen erleichtern. Warum müssen allein die Handelsregistergebühren und die Notarkosten und anderen Kosten wie Stammkapitaleinzahlungskonto etc. etc. teurer sein als die Gründung einer kompletten GmbH in Estland, die man per Mausklick machen kann?

Nein, Graubünden wird niemals ein Digital-Standort.

Keine Ahnung, wer Regierungsrat Marcus Caduff (Bild unten), Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Soziales, eingeredet hat, dass mit Monsterbürokratie und Planwirtschaft Digitalisierung funktioniert. Aber alles, was gerade getan wird, verschlechtert den (Digital)-Standort Graubünden noch weiter.

Marcus Caduff (Foto: Departement für Volkswirtschaft und Soziales)

So funktioniert das nicht. Im Gegenteil.

Um Digitalstandort zu werden muss man nicht neue Bürokratiemonster schaffen, sondern Bürokratie abbauen und Digitalisierung zuerst einmal in den Behörden machen. Etwa den Handelsregisterbehörden oder Steuerbehörden.

Es reicht nicht, sich per Gesetz oder Staats-„Vereinen“ das Etikett anzuheften „Wir sind ja sooo digital“.

Daher der Rat an alle Internetunternehmer: Besser im Kanton Zürich gründen, er ist für KMU günstiger (keine Mindeststeuern, keine Tourismusförderungszwangsabgaben usw. usf. ) oder in kleine Kantone gehen wie Appenzell-Ausserrhoden. Oder gleich nach Estland, wo man sogar eine Digitale Staatsbürgerschaft beantragen kann und alles per Mausklick machen kann.

Ein weiterer Vorteil: Man kann in Estland für das Geld was man hier für einen Programierer zahlen muss (abgesehen einmal davon, dass es in Graubünden kaum welche gibt) gleich 10 Programmierer einstellen.

Und man muss keine schwülstigen „Vereine“ zwangs-mitfinanzieren mit Steuergeldern. Vereine, die irgendwelchen Bürokratenköpfen und Politiker-Hirnen entsprungen sind, die von Digitalisierung ungefähr soviel verstehen wie ein Fisch von einer Veloreparatur.

Remo Massat

Admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert