Stiftung Stavros S. Niarchos gewährt neue Projektbeiträge
Der Stiftungsrat der Stiftung Stavros S. Niarchos hat auch in diesem Jahr die Beitragsgesuche für Projekte aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Soziales behandelt. Rund 100 Projekte werden mit einem finanziellen Beitrag unterstützt, so die Bündner Regierung.
Die im Jahr 2000 errichtete Stiftung bezweckt die finanzielle Unterstützung von kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Projekten im Kanton Graubünden sowie von Bündner Institutionen, die auf diesen Gebieten tätig sind.
Eng verzahnt mit der bündner Elite und Politik
Der Stiftungsrat setzt sich zusammen aus Philip Niarchos (Präsident), Spyros Niarchos, Regierungspräsident Christian Rathgeb, Barbara Gabrielli, Leiterin des Amts für Kultur und Christoph Klemm, Rechtsanwalt.
Auch in diesem Jahr wurden wiederum zahlreiche interessante und innovative Projekte aus allen Regionen des Kantons eingereicht. Dank dem grossen Engagement der Familie Niarchos konnten von den insgesamt 204 Gesuchen 98 Projekte mit einem finanziellen Beitrag unterstützt werden.
In der offiziellen Medienmitteilung der Bündner Regierung heißt es:
„Die Stiftung Stavros S. Niarchos ist für Graubünden überaus wertvoll, so können auch mit deren Hilfe vielfältige Projekte im ganzen Kanton gefördert werden.“
Mehr zur milliardenschweren Oligarchen-Familie Niarchos:
Wie das Vermögen zusammenkam
Niarchos (Foto) kaufte ab 1945 ausgediente Handelsschiffe und hauptsächlich Tanker der US Navy auf. Als Entschädigung für den kriegsbedingten Verlust seiner Vorkriegsflotte wurden ihm niedrige Preise gewährt; die Schiffe ließ er unter Billigflagge auf den Weltmeeren fahren, so Wikipedia.
Später machte er „glänzende“ Geschäfte im Koreakrieg 1950 bis 1953 und bei der Suezkrise 1956.
Eine andere Beschreibung hat es auch hier.
Nach Abschluß der Matura studierte er in Athen Jura und promovierte im Jahr 1939 zum Dr. jur.
Niarchos war 5x verheiratet.
Informationen zur Zeit nach 1945 in Griechenland
„Griechenland war bei der Angliederung Westeuropas an die Pax Americana das härteste und eindringlichste Beispiel. Die Brutalität der geopolitischen Flurbereinigung zugunsten der Westmächte übertrifft in Griechenland alles, was sich an Tragödien im Ostblock zugunsten Stalins je abgespielt hat, so der Historiker Hermann Ploppa über die damalige Zeit vor und nach 1945.

