Exkursionen zu Bündner Bibern

Biber sind auf dem Vormarsch. Seit mindestens 200 Jahren im Kanton Graubünden ausgestorben, wurde 2008 ein erster Biber im Unterengadin, 2012 ein Zweiter bei Rhäzüns festgestellt. Mittlerweile hat sich rund ein Dutzend Exemplare in unserem Kanton niedergelassen. Etliche Strecken entlang dem Rhein von Fläsch bis Thusis und Trun wurden wiederbesiedelt, weitere Reviere dürften in den nächsten Jahren noch dazukommen. Denn was Graubünden erlebt, passt zur geradezu stürmischen Wiederbesiedlung.
Im Mittelland waren einige Dutzend Tiere bis etwa 1980 ausgesetzt worden. Zunächst hielten sich die Bestände auf tiefem Niveau, bis vor rund 25 Jahren eine starke Ausbreitung einsetzte. Den Flüssen entlang gründeten die Biber ein Revier nach dem anderen. Zunächst Einzeltiere, oft unstet, danach Paare mit Jungen. Heute beträgt der Schweizer Bestand etwa 3‘000 Tiere.
Biber führen ein faszinierendes Leben, ihre Anwesenheit birgt stellenweise aber auch Potenzial für Konflikte. Und ihnen hängen einige Vorurteile an. Z.B. dass sie Fische fressen, wo sie doch reine Pflanzenfresser sind. Oder dass sie nur in besonders naturnahen Gebieten vorkommen, wo ihnen doch geeignete Nahrung und eine taugliche Höhle reichen – als Unterschlupf kann gar ein betoniertes Regenrückhaltebecken dienen.
Pro Valladas kümmert sich um die Pflege von Natur und Landschaft, und sie organisiert direkte Naturerlebnisse. Auf zwei öffentlichen Exkursionen werden vor Ort die Spuren der aktiven Biber gezeigt, und das versteckte Leben der Biber erläutert.
Treffpunkte: Samstag, 2. April, 16:00 Bahnhof Reichenau. Freitag, 8. April, 18:15 Bahnhof Zizers. Durchführung bei jeder Witterung. Dauer jeweils 2-3 Stunden, keine Anmeldung erforderlich; es wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Geleitet werden die Führungen durch die Biologen Marcel Züger und Fabian Riedi.

