HTW Chur: Nichts Praktischeres als gute Theorien

52 Absolventinnen und Absolventen der Technischen Berufsmatura nach der Lehre nahmen letzten Freitag an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur ihre Maturazeugnisse in Empfang. Weit über die Hälfte kommt aus dem Kanton Graubünden. Den besten Notendurchschnitt mit 5.4 erzielt Lucas Beer aus Sevgein. Die Geschichte der Technischen Berufsmatura findet ihre Fortsetzung an der Gewerblichen Berufsschule Chur.
Im Rahmen der Feierlichkeiten in der Aula der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur hielt Agnes Brandenburger-Caderas, Großrätin, eine Rede zum «Zug des Lebens». Darin thematisierte sie die verschiedenen Stationen des Lebens und gratulierte den Maturandinnen und Maturanden zum Erreichen einer großen Etappe.
Rolf Hug, Prorektor der HTW Chur, ging in seiner Rede auf den Begriff «Persönlichkeitsbildung» im Zusammenhang mit Schule ein. Er betonte, daß Fachwissen allein nicht genügt: «Es benötigt mehr, um über den Tellerrand schauen zu können.» Gute Theorien, Neugierde, ein gesundes Selbstbewußtsein und Eigenständigkeit runden die Eigenschaften des Begriffs ab.
Die HTW Chur feierte am Freitag zum 32. und letzten Mal ihre Absolventinnen und Absolventen der Technischen Berufsmatura nach der Lehre. Diese Ausbildung wird an die Gewerbliche Berufsschule Chur abgegeben. Die Dozierenden haben die Möglichkeit, auch dort weiterhin in der Lehre tätig zu sein. Seit ihrer Einführung im Jahre 1993 haben 1598 junge Frauen und Männer die Technische Berufsmatura erfolgreich an der HTW Chur absolviert. Als erste deutschschweizerische Bildungsstätte erhielt die damalige Ingenieurschule HTL Chur 1996 die eidgenössische Anerkennung für die Technische Berufsmatura.

