Schweiz nimmt an Warschauer Sicherheitsforum („Warsaw Security Forum“) teil
Weitere Natoannäherung der Schweiz: Unter Viola Amherd wurde sie forciert, unter Martin Pfister, ihrem Nachfolger im VBS wird sie fortgesetzt. Polen ist NATO-Mitglied und spielt eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der NATO-Ostflanke. Die Schweiz beteiligt sich an einer weiteren wichtigen europäischen und transatlantischen Sicherheitskonferenz, an der auch die Nato-Länder Estland und Finnland teilnehmen. Die Einbindung des Schweizer Armeestabs beziehungsweise, daß nehen einem Staatssekretär auch der Chef Armeestab teilnimmt, zeigt, daß es nicht nur um Diplomatie geht, sondern auch um militärische Lagebeurteilung und den Austausch von Fachwissen.
Am 12. und 13. Oktober 2026 tauschen sich am Warschauer Sicherheitsforum hochrangige Vertreter aus Politik, Streitkräften, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen aus. Die Schweiz wird durch Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, und Divisionär Daniel Keller, Chef Armeestab, vertreten. Am Rande des Forums trifft Staatssekretär Markus Mäder zudem den polnischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Paweł Zalewski, zu einem Dialog über die Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich der Sicherheitspolitik, so das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) des VBS :
Das Warschauer Sicherheitsforum gehört zu den wichtigsten sicherheitspolitischen Konferenzen in Europa und bietet eine Plattform für den Austausch zwischen europäischen und transatlantischen Partnern. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die europäische Sicherheit sowie die Rolle der nordischen und baltischen Staaten.
Gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und sicherheitspolitische Zusammenarbeit
Auf einer Podiumsdiskussion der Konferenz wird Staatssekretär Markus Mäder die Schweizer Perspektive zur gesellschaftlichen und institutionellen Widerstandsfähigkeit einbringen. Gemeinsam mit der finnischen Innenministerin Mari Rantanen, dem estnischen Innenminister Igor Taro und dem Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski wird er die staatliche und gesamtgesellschaftliche Widerstandsfähigkeit angesichts hybrider Bedrohungen erörtern.
Die Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026 hat die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Rahmen ihres Konzepts der umfassenden Sicherheit als eine von drei zentralen Stossrichtungen festgelegt.
Divisionär Daniel Keller vertritt die Schweizer Armee beim Warschauer Sicherheitsforum und nimmt an verschiedenen Plenarsitzungen teil. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die aktuellen sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklungen in Ost- und Nordeuropa sowie deren Auswirkungen auf die Schweiz und die Armee.
Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Lagebeurteilung der Schweizer Armee ein und unterstützen das frühzeitige Erkennen relevanter Entwicklungen und Trends.
Austausch mit Natoland Polen
Am Rande des Forums trifft sich Staatssekretär Markus Mäder mit seinem polnischen Amtskollegen Paweł Zalewski zu einem sicherheitspolitischen Dialog. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Sicherheitslage in Europa und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der beiden Länder.
Polen nimmt in der europäischen Sicherheitspolitik eine zunehmend wichtige Rolle ein und modernisiert seine Streitkräfte umfassend. Für die Schweiz bietet der Dialog die Gelegenheit, von den Erfahrungen Polens zu profitieren und Einschätzungen auszutauschen.
(pd, rm)

