Chur: Arbeitskreis zur Klimaneutralität mit Simulationsspiel

Chur: Arbeitskreis zur Klimaneutralität mit Simulationsspiel

Wie kann Chur bis 2050 klimaneutral werden? Ein Simulationsspiel brachte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bevölkerung an einen Tisch. Im Zentrum standen die Herausforderungen und Chancen einer gemeinsamen Transformation, so die Stadt Chur. 

Im Rahmen des Simulationsspiels «postfossilCities» übernahmen die Teilnehmer unterschiedliche Rollen – etwa aus Politik, Industrie, Energiesektor, Planung oder Bevölkerung. Gemeinsam entwickelten sie Strategien, um den CO₂-Ausstoss der Stadt zu reduzieren und einen möglichen Pfad in Richtung Klimaneutralität zu gestalten.

Entscheidungen mit Folgen
Im Zentrum des Workshops stand ein interaktiver «Markt der Maßnahmen». Rund 200 Klimaschutzmaßnahmen konnten diskutiert, priorisiert und mit fiktiven finanziellen Mitteln umgesetzt werden. Dabei wurden Allianzen gebildet, Kompromisse ausgehandelt und Entscheidungen getroffen.

Ein Computermodell machte die Folgen der gewählten Maßnahmen unmittelbar sichtbar. Über einen Bildschirm konnten die Teilnehmer in Echtzeit verfolgen, wie sich ihre Entscheide auf die Emissionen und den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 auswirkten.

Von Steuergeldern finanziert
Das 2018 im Rahmen eines Forschungsprojekts des Schweizerischen Nationalfonds entwickelte Spiel soll die komplexen Zusammenhänge der Klimatransformation verständlich vermitteln. Im Vordergrund stehen neben Fachwissen auch Dialog, Perspektivenwechsel und Zusammenarbeit.

Gemeinsames Handeln gefragt
Im Verlauf des Workshops zeigte sich, dass wirkungsvolle Fortschritte nur durch das Zusammenspiel verschiedener Akteure möglich sind. Im Simulationsspiel gelang es den Teilnehmern, durch die Kombination besonders wirksamer Maßnahmen einen CO₂-Absenkpfad zu erreichen, der das Netto-Null-Ziel bereits 2038 vorsah.

Noch ein Anlaß
Ob und wie sich ein derart ambitionierter Weg in Chur umsetzen läßt, soll nach den Sommerferien an einer Folgeveranstaltung diskutiert werden.

(pd, rm)
(Foto: Stadt Chur)

Admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert