Manuela Gebert ist neue Gemeindepräsidentin von Albula/Alvra
Eine interessante Persönlichkeit übernimmt in Albula das Ruder. Die Stimmberechtigten von Albula/Alvra haben die Berner Juristin Manuela Gebert als neue Gemeindepräsidentin gewählt. Sie war die einzige Bewerberin und ist im Kanton Bern unter anderem als Anwältin tätig, nebst weiteren Tätigkeiten unter anderem in den Kantonen Wallis, Bern und Graubünden.
Die neue Gemeindepräsidentin von Albula/Alvra wurde mit 332 von 337 eingegangenen Stimmen gewählt. Der frühere Gemeindepräsident Daniel Albertin mußte 2 Jahre länger im Amt bleiben, weil es keine Nachfolge gab.
Die Gemeinde Albula / Alvra ging 2015 aus der Fusion der sieben Gemeinden Alvaneu, Alvaschein, Brienz/Brinzauls, Mon, Stierva, Surava und Tiefencastel hervor.
Herausforderungen in Albula/Alvra
In der Fraktion Brienz müssen Einwohner umgesiedelt werden. Bisher sind 42 Umzugsgesuche eingegangen.
Die RhB hat beschlossen, einige Bahnhöfe in der Gemeinde nicht mehr zu bedienen. Die Abwanderung dürfte sich damit noch verstärken, denn ein guter ÖV-Anschluß ist wichtig für die Lebensqualität einer Gemeinde.
Über Manuela Gebert
Manuela Gebert ist im Verwaltungsrat der PDGR, wie diese 2025 mitteilten. In der Mitteilung erfuhr man: Sie ist wohnhaft in Alvaneu, ist als Rechtsanwältin in Bern und Alvaneu tätig. Nebst der Rechts- und Unternehmensberatung mit Schwergewicht öffentliches Beschaffungsrecht und Gesundheitsrecht, erstellt sie Gutachten und Publikationen. Als Stiftungsratspräsidentin der Berner Klinik Montana wie auch als Verwaltungsrätin der Energie Belp AG verfügt sie über Erfahrung im strategischen Bereich. Auf operativer Ebene hat sie als langjährige Geschäftsführerin die Fusion der Verbände Privatspitäler des Kantons Bern und diespitäler.be zum Berner Spitalverband begleitet. Zusätzlich engagiert sie sich als nebenamtliche Richterin am Regionalgericht Albula sowie als Präsidentin des Vereins Industrienacht Schweiz.
Es gibt zu reden
Wenn Politiker einen anderen Wohnsitz haben als den „Wahlsitz“, also woanders zur Wahl antreten als sie arbeiten und wohnen, so gibt dies regelmäßig zu reden. So etwa bei Simon Stocker, einem Ständerat der SP, der sein Amt verlor nach einem Bundesgerichtsurteil. Anders als beim Ständerat, also der Vertretung der Kantone im Parlament, ist es beim Nationalrat. Auch etwa bei Nationalrätin Martullo-Blocher wird regelmäßig moniert, sie sei ja gar keine echte Bündnerin, sondern Herrlibergerin. Doch im Nationalrat ist erlaubt, was im Ständerat nicht erlaubt ist.
Manuela Gebert hingegen ist in Albula wohnhaft und hat in Bern nur einen Zweitwohnsitz und Arbeitsort. Die Schweiz wird also mobiler.
Gebert leitet auch eine Fluggruppe. Dort trat sie ebenfalls an, als es keinen anderen für das Amt gab, wie sie gegenüber der Berner Zeitung berichtet. Dort erfährt man auch, daß sie Verwaltungsrätin bei der Energie Belp AG ist, Gründerin der Thuner Industrienacht ist, Geschäftsführerin des Verbandes der Privatspitäler des Kantons Bern und des Entwicklungsraums Thun ist und Präsidentin der Fluggruppe Reichenbach. Oder auch Geschäftsführerin vom Entwicklungsraum Thun, womit wir schon fast im Wallis sind, denn auch im Wallis ist sie aktiv, so in Crans-Montana bei der Berner Höhenklinik Montana als Stiftungsrätin oder bei der Luzerner Klinik Montana als Präsidentin des Verwaltungsrats.
Sie betreibt einen eigenen Blog, auf dem sie sich auch zu neuen Kompliziertheiten des Lebens, etwa der sogenannten „kulturellen Aneignung“ äußert, zum Beispiel wenn eine Nicht-Original-Bündnerin den Gruß „Allegra“ verwendet. Oder zur umstrittenen „politischen Korrektheit“.
Auch das Thema Strafe wird hier behandelt oder wie man Zutrittsverbote anläßlich Corona aussprach oder über andere Widersinnigkeiten der damaligen Zeit.
Oder auch findet man interessante Gedanken zum Prioritäten-setzen.
Und was bei alledem natürlich nicht fehlen darf ist das Musizieren. Bei einem neuen Musikfestival als Bereicherung für die Wahlheimat Alvaneu. Dieses findet dieses Jahr im Juli erstmals statt. Wer also die neue Gemeindepräsidentin als Musikerin erleben will, der erhält Karten hier.
(rm)
(Bild: Musikfestiv al va neu)

