Wieder ein unschönes Behördengebäude: Ausbildungszentrum des Zivilschutzes
Immerhin viel Holz und Berücksichtigung ortsansäßiger Anbieter. Doch ansonsten fragt man sich: Warum müssen Behördengebäude immer so häßlich sein. Die Visualisierungen lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen.
Im Meiersboda am Churer Stadtrand beginnen heute Mittwoch, 5. März 2025, die Bauarbeiten für das neue Ausbildungszentrum des Zivilschutzes.
Die Realisierung des Neubaus auf dem Gemeindegebiet Churwalden wird rund zwei Jahre dauern.
Durch das neue Gebäude erhalten der Zivilschutz und dessen Partnerorganisationen eine zeitgemäße Ausbildungsstätte, so heißt es in der aktuellen Medienmitteilung zum Bau, so Regierungsrätin Maissen und Andreas Kohne, Kantonsbaumeister beim Hochbauamt Graubünden.
Der Neubau an Churs Stadtrand ersetzt das bestehende rund 50-jährige Ausbildungsgebäude und wird Teil der bereits bestehenden Zivilschutzinfrastruktur im Meiersboda.
«Das neue Ausbildungszentrum des Zivilschutzes wird die Nutzerinnen und Nutzer nicht nur durch eine hohe Funktionalität und Flexibilität, sondern auch durch den umweltschonenden Einsatz von Materialien überzeugen», sagte Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, anläßlich des Spatenstichs vor Ort.
Investition in die Sicherheit des Kantons
Die Bewältigung multipler und komplexer Ereignisse stellen den Zivilschutz und die Partner-organisationen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen und technische Betriebe) bereits heute vor große Herausforderungen.
Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, ist für die Ausbildung und den Einsatz im Ereignisfall eine moderne und bedarfsgerechte Infrastruktur erforderlich. «Durch den Neubau wird die Ausbildungsqualität des Zivilschutzes verbessert und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen gestärkt», so Regierungsrätin Carmelia Maissen weiter aus. «Das Ausbildungszentrum des Zivilschutzes ist eine wichtige Investition in die Sicherheit des Kantons Graubünden.»

Nachhaltiges Holzbauprojekt
Kantonsbaumeister Andreas Kohne betonte die baulichen Vorzüge des Projekts: «Der Neubau erfüllt alle angestrebten betrieblichen Anforderungen an ein Ausbildungszentrum in sehr hohem Maße.» Zudem überzeuge der dreigeschossige Holzbau mit seinem zukunftsorientierten Ansatz für nachhaltiges Bauen.
Durch den großen Einsatz von Holz und der Anwendung von rezykliertem Beton sinkt der Anteil grauer Energie und die CO₂-Belastung für den Bau. Wärmepumpen und eine gute Gebäudehülle sorgen dafür, daß der Energieverbrauch im Betrieb möglichst geringgehalten werden.
Geplant und realisiert wird das Bauvorhaben durch das Generalplanerteam mit dem Namen „atelier tsu/bersa/Tao Architects Office“ aus Chur.
Ihr Projekt «ZicZAC» gewann im Juni 2023 den Projektwettbewerb. Man fragt sich, wer die Beurteiler bei solchen Projektwettbewerben sind.
18,95 Millionen Franken
Die Bündner Stimmbevölkerung hiess im September 2024 den Verpflichtungskredit von 18,95 Millionen Franken für das Projekt «Neubau Zivilschutz-Ausbildungsanlage Meiersboda Churwalden» mit über 77 Prozent gut. Die ersten öffentlichen Ausschreibungen für das Bauprojekt erfolgten im Winter 2024/25.
Bei den Vergaben für den Rohbau und die Haustechnik konnten mehrheitlich ortsansäßige Unternehmen berücksichtigt werden.
Der Bezug des neuen Ausbildungszentrums des Zivilschutzes ist für Sommer 2027 geplant.
(pd, rm)




