Trotz abermaligem Olympia-Nein: Umverteilung von Steuergeldern geht weiter

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Daß die bündner Regierung gerne subventioniert und umverteilt, weiß jeder, der die Politik der letzten Jahre verfolgt hat.

Ob es ein österreichiche Milliardäre sind namens Stallinger oder Mayr-Melnhof, die Steuermillionen für ein Sägewerk erhielten, das Ems mit der größten Beton-Ruine des Kantons “verziert” hat.Hätte die Stimmbevölkerung von Ems sich nicht gewehrt, wären nochmals weitere Millionen geflossen.

Oder ob es die Metzgerei Mark ist, die mit einem so unkreativen denglichen Namen wie “Swiss Beef” (und auch unbündnerischem nebenbei) mit Steuergeldern gepudert werden. (natürlich zum Nachteil der anderen bündner Konkurrenten dieser Staatseingriff, aber der Kanton liebt nur die großen Spieler).

Um nur zwei Beispiele von Marktverzerrung und Umverteilung (Subventionierung) nach durch und durch kommunistischer Manier zu nennen aus der jüngeren Vergangenheit.

So ist auch die bünder Regierung nach der zweiten ihr nicht genehmen Olympia-Abstimmung voller Trotz:

Die Regierung ruft die verschiedenen politischen Kräfte, Verbände und Leistungsträger auf, die darüber begonnene Diskussion in konstruktiver Art und Weise weiterzuführen und zusammen an Zukunftsmodellen des Tourismus und des Sports in Graubünden zu arbeiten.

Hätten Sie´s gewußt? Auch das Wallis wollte sich für Olympia 2026 bewerben. Sepp Blatter machte sich dafür stark.

Hätten Sie´s gewußt? Auch das Wallis wollte / will sich für Olympia 2026 bewerben. Sepp Blatter machte sich dafür stark.

“Die Regierung wird einen solchen Prozeß im Rahmen ihrer strategischen Absichten im Rahmen des Regierungs-Programms aktiv unterstützen”, heißt es weiter.

Sprich, es gibt Steuergelder umzuverteilen anstatt die Leute, die sonst immer danach rufen, den Markt spielen zu lassen, an ihre eigene Einstellung zu erinnern.

Komischerweise kommt diese Anti-Markt-Einstellung kommunistischer Manier, wenn es darum geht, eine Geld-Umverteilung von unten nach oben vorzunehmen auch immer aus den Ecken der bürgerlichen Mitte, namentlich der FDP.

Ob es gerecht ist, allen zu nehmen und wenigen zu geben, das spielt dann offenbar keine Rolle mehr, wenn es den eigenen Interessen nützt.

Nicht umsonst hat Lebrument als FDP-Verleger mit Subventionen für sein Medienhaus Somedia (Südostschweiz) jahrelange Erfahrung.

Graubünden schröpft und gängelt die Kleinen und gibt den Großen. Umgekehrt müßte es sein. Denn 98% der Arbeitsplätze werden nicht von Konzernen geschaffen, sondern von KMU. Dies zu erkennen, täte auch einmal dem Bündner Gewerbeverband gut.

Graubünden müßte nicht ständig neue Vorschriften und neue Steuern erfinden, sondern KMU-freundlich werden.

Das würde dazu führen, das bespielsweise Internetunternehmen, die standortunabhängig sind, wie die Internetfirma Schlagwort AG, die auch die Rhätische Zeitung herausgibt, ihren Sitz heute im Kanton Graubünden hätten anstatt in Wädenswil ZH, das keine KMU-feindliche Mindeststeuer kennt. Und keine KMU-feindliches TAG (Tourismusabgabeförderungsgesetz).

Zu guter letzt jedenfalls unterstützt die bündner Regierung weiterhin Olympia 2026, nur nicht im Kanton Graubünden. Sondern im Kanton Wallis. Sepp Blatter läßt grüßen:

“Olympische und Paralympische Spiele 2026 bleiben in der Schweiz ein Thema”, so die bündner Regierung dazu, und weiter: “Im Rahmen einer Kandidatur “Sion 2026″ würden St. Moritz und Celerina mit dem Olympia-Bob-Rennen zum Austragungsort der Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe. Die Regierung unterstützt dieses Vorhaben und wünscht der Kandidatur “Sion 2026″ viel Erfolg.”

Es geht also weiter wie bisher.

Wahrscheinlich wird in ein paar Jahren eine zum Trotz eine dritte Volksabstimmung pro Olympia in Graubünden lanciert. Von Politik und Wirtschaftsverbänden Graubündens.

Es würde nicht erstaunen.

Remo Maßat