3x Stefan Engler: Lazzarini Bau, RhB UND Baudirektor

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CVP / BDP im Bauabsprachen-Skandal:

Untersuchungen der Wettbewerbskommission haben den in der Geschichte der Schweiz größten Fall von Preisabsprachen im Baugewerbe aufgedeckt.

Keiner will etwas gewußt haben.

Und:

Exponenten der Partei, die ein C für “christlich” im Namen führt, verhielten sich gegenüber dem Aufdecker Quadroni wenig christlich. Genauso wie Exponenten der “Partei der Anständigen”, der BDP, sich alles andere als anständig verhielten.

Der, der nicht einverstanden war mit den organisiert kriminellen Handlungn wurde kurzerhand fertiggemacht.

Was nach einem Bericht von “Die Republik” für Empörung sorgt, denn durch diesen Bericht wurden erstmals Einzelheiten und das wirkliche Ausmaß bekannt.

In welchem Ausmaß und wie perfide und skrupellos man dabei vorging.

Und was für Methoden dabei angewandt wurden.

Viel Geld im Spiel

Es ging hierbei um viel viel Geld. Um den größten Preisabsprachen-Fall, den es bisher im Bau gab.

Im Blick und in anderen Medien gerät nun der damals verantwortliche Baudirektor Graubündens, Stefan Engler (CVP), in den Fokus.

Er will von allem nichts gewußt haben und widerspricht den Darstellungen anderer.

Stefan EnglerEr widerspricht sich aber auch selbst, wenn er gegenüber Blick seine Darstellungen ändert und äußert:

“Ich glaube, mich zu erinnern”, daß es beim Gespräch um einen Streitfall in einem Ausschreibungsverfahren gegangen sei. “Nicht aber, daß der Verdacht auf Absprachen Thema war.”

Blick dazu: “Das überzeugt nicht restlos, hatte Quadroni doch just wegen der Absprachen im Tiefbauamt vorgesprochen und Unterlagen vorgezeigt.”

3x Engler

Brisanter aber: Engler war nicht nur im Baudepartment derjenige, der die Bauaufträge vergab.

Er war und ist gleichzeitig Verwaltungsratspräsident der Rhätischen Bahn (RhB), die große Bauaufträge im Kanton von Steuerzahlergeldern vergibt.

Mehr noch: Engler ist Verwaltungsratspräsident der Lazzarini AG – eine der sieben zu Millionenzahlungen durch die Weko verpflichteten Bauunternehmungen.

Also genau einer der Baufirmen, die sich durch Preisabsprachen Steuergelder erschlichen.

Im Ermittlungszeitraum der Weko war Engler Baudirektor von Graubünden.

Dies kann man seiner Webseite entnehmen:

Rückblick auf die Tätigkeit von Regierungsrat Stefan Engler im Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden (1999 – 2010)

Institutionen und Spezielles:

1998                             Wahl in die Regierung des Kantons Graubünden

2002 und 2006         Wiederwahl

2003 sowie 2008      als Regierungspräsident

 

1999 – 2006             Präsident der Verwaltungskommission der Gebäudeversi­che­rung

2000 – 2003             Präsident „Feuerwehrkoordination Schweiz“

2002 – 2006             Präsident der Schweizerischen Forstdirektoren-Konferenz

1999 – 2010             Präsident Stiftungsrat Försterschule Maienfeld

2003 – 2010             Präsident der Schweizerischen Energiedirektoren-Konferenz

1999 – 2004             Präsident Schweiz. Koordinationskomitee für die Hilfeleistung an die Lawi­nengeschädigten

1999 – 2010             Präsident Koordinationskommission Unwetterschäden Grau­bün­den

1999 – 2003             Mitglied des Leitenden Ausschusses der Konferenz der Kan­tons­­regierungen

1999 – 2010             Mitglied des Verwaltungsrates der Rhätischen Bahn

1999 – 2010             Mitglied der Baudirektoren-Konferenz (BPUK)

1999 – 2010             Mitglied der Regierungskonferenz der Gebirgskantone

1999 – 2010             Delegierter der Regierung Internat. Regierungskommission Al­pen­rhein (Entwicklungskonzept Alpenrhein)

 

Bewältigung ausserordentlicher Ereignisse:

2003 : Jubiläumsfeierlichkeiten 200 Jahre Zugehörigkeit von Graubünden zur Eidgenossenschaft

Politische Verantwortung für die Sicherheit des WEF 2003 (Schutz der Versammlungsfreiheit gegen militante Globalisie­rungs-Kritiker)

Dosierung des Schwerverkehrs auf der San Bernardinoroute nach Brandereignis im Gotthard-Tunnel (2002) und Ausweich­verkehr über Graubünden

Koordination der Wiederinstandstellung nach Unwetterereignis­sen 1999 (Lawinen), 2002 (Surselva), 2005 (Klosters) und 2006 (Misox)

 

Botschaften und Vorstösse im Grossen Rat:

37   Botschaften

201 Vorstösse

 

Bereiche aus dem Departement:

Verkehrsstrategien

Projekt neue Verkehrsverbindungen

Strassenbau / öffentliche Beschaffungen

Erlass eines Submissionsgesetzes

Totalrevision des Strassengesetzes

Erlass eines Wasserbaugesetzes

Schaffung der Fachstelle Langsamverkehr

1. Bericht zum Strassenbauprogramm (2009 – 2012) zur Priorisierung von Bauvorhaben und Mitteleinsatz

 

Grössere Neubauten bzw. Sanierungen:

Umfahrungen von Tiefencastel, Sils i.D., Castasegna, Klosters, Filisur und Flims;

Neubauten: Schlans, Val d’Infern, Mutten, Castielertobel-Brücke, Brücke Scuol – Vulpera

Spatenstich für die Umfahrungen von Saas, Roveredo, Küblis und Silvaplana

Bau Strassenverkehrszentrum in Rothenbrunnen

Umsetzung NFA Bund/Kantone

 

Wasserbau:

Flazverlegung, Revitalisierungen am Rhein, an der Landquart, am Inn, am Rom, an der Moesa

Gewässerschutzpreis für Flazbachverlegung

 

Hochbauten:

Gesetz über das Schätzungswesen

2006: Erlass der Immobilienverordnung

Totalsanierung Gebäudekomplex Kantonsschule Chur (Neu­eröf­f­nung der „Halde“, in Ausführung Haus „Cleric“)

Immobilienstrategie „Synergia“, Bericht an den Grossen Rat (Konzentration der Verwaltung am Standort Chur)

Regionalisierung der kant. Verwaltung in Subzentren (Rove­redo, Ilanz, Igis/Landquart, Thusis etc.)

 

Forstdienst:

Teilrevision kant. Waldgesetz

Reorganisation des Bündner Forstdienstes (aus 29 Bündner Forstkreisen in fünf Waldregionen)

Aufbau Naturgefahrenmanagement (Aufbau der Fachstelle Natur­gefahren sowie Spezialisierung der Gefahrenkommissio­nen)

Programm und Anreize zur Verbesserung der Effektivität und Ef­fi­zienz der Bewirtschaftung der Schutzwälder

Start Projekt „Rundholzmarkt Graubünden“ (Gross-Sägerei)

 

Energie und öffentlicher Verkehr:

Energieeffizienz

Gebäudeprogramm Schweiz

Totalrevision des Bündnerischen Energiegesetzes und der Ener­gieverordnung (2009) als Beitrag zur 2000 W-Gesellschaft

Reorganisation des Amtes für Energie und Verkehr

Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Ener­gien im Gebäude

 

Stromversorgung:

Erlass des Stromversorgungsgesetzes zur flächendeckenden Si­cherung der Stromversorgung

 

Wasserkraft:

Als Präsident des Steuerungsausschusses Mitwirkung bei der Zu­sammenführung der AG Bündner Kraftwerke, Kraftwerke Brusio AG und Rätische Werke für Elektrizität AG zur Repower AG

Abwicklung Heimfälle im Prättigau und Oberen Puschlav

Rückkauf KWZ: Durch Verzicht auf Ausübung des Rückkaufs­rechtes haben Kanton und Gemeinden als Verhandlungsergeb­nis eine „Gratisbeteiligung“ an der KWZ von 28 % erworben

Im Rahmen der Regierungskonferenz der Gebirgskantone: Erhö­hung Wasserzinsmaximum; die Wasserwerksteuer-Einnah­men des Kantons erhöhen sich von 45.5 Mio. auf 56.8 Mio. Franken und in einem zweiten Schritt auf 62.5 Mio. Franken.

Begleitung bis zur Konzessionsabstimmung über das Pump­spei­­cherwerk Puschlav

Restwassersanierungen: Erlass der Pilotverfügung (2009)

 

Öffentlicher Verkehr:

Eröffnung und Inbetriebnahme der Vereinalinie (1999)

Begleitung Ausbau Bahnhof Chur

Inbetriebnahme Bahn 2000 1. Etappe mit stündlichen IC-Zügen Chur – Zürich (Reduktion der Reisezeit von früher 94 Minuten auf 75 Minuten)

Innovationspreis 2005 „öV im Rätischen Dreieck“

Volksabstimmung über Kantonsbeitrag von 20 Mio. Franken an das Projekt Porta Alpina

Aufnahme der Albula- und Berninalinie in die Welterbeliste UNESCO

Angebots- und Infrastruktur-Entwicklung des öffentlichen Ver­kehrs in Graubünden 2014 ff., Grundsatzbeschluss der Regie­rung

Auslieferung der ersten von zwanzig neuen Triebzügen der Rhäti­schen Bahn (Kanton leistete à fonds perdu Beitrag über 20 Mio. Fr.)

 

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