Psychiatrische Dienste Graubünden mit gesunden Wurzeln

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Die PDGR präsentiert das Geschäftsjahr 2015.
Die PDGR präsentiert das Geschäftsjahr 2015.

Im Geschäftsjahr 2015 konnten die Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) ihre stationären und ambulanten Angebote festigen und die ARBES feierte sein 20-jähriges Bestehen. Der Bettenausbau in der Notfallstation der Klinik Waldhaus Chur sowie das seit Jahren angestrebte Ziel ambulant vor stationärer Behandlung zeigen seine Wirkung.

Mit 80‘062 erfassten stationären Pflegetagen und 2‘098 behandelten Fällen steigerte sich die PDGR und erreicht neue Höchstwerte im Vergleich zu vergangenen Jahren. Der Anstieg der Pflegetage ist unter anderem auf die Erweiterung der Notfallstation der Klinik Waldhaus um neun zusätzliche Betten zurückzuführen. Dies ermöglicht eine optimale Behandlung und Pflege von Menschen in akuten Lebenssituationen und verbessert den räumlichen Umgang zwischen Patienten und Mitarbeitenden. Der Bettenauslastungsgrad der Kliniken beträgt im Berichtsjahr 94.9%.

Bei rund 31% der ausgewiesenen stationären Pflegetage behandeln und pflegen die PDGR ausserkantonale Patienten. Diese Entwicklung widerspiegelt die Bedeutung dieser Patientengruppe für die Auslastung der Angebote und Infrastruktur der Kliniken Beverin und Waldhaus. Diese Zunahme ist das Resultat für die erbrachte Behandlungsqualität gegenüber den Patienten sowie den Kantonen und Krankenversicherungen als kostenbewusster Leistungserbringer. Das vierte Jahr nacheinander blieb der Anteil der stationären Bündner Patienten mit rund 55‘000 Pflegetagen stabil.

In der ambulanten Behandlung wurde mit 5‘894‘154 verrechneten Taxpunkten ebenfalls eine neue Marke erreicht. Innerhalb von fünf Jahren steigerten die PDGR diesen Wert um 58%. Durch den stetigen Ausbau von ambulanten Tageskliniken und Sprechstunden in den Regionen des Kantons Graubünden sowie im Kanton Glarus wurde das Behandlungsprinzip „ambulant vor stationär“ konsequent verfolgt und umgesetzt. Diese Entwicklung bestätigt die Strategie der intensiveren Zusammenarbeit in den Regionen sowie über die Kantonsgrenze hinweg.

Für die Patienten bedeutet dies weniger lange Anreisen zu den Fachärzten, was wiederum regelmässigere Arztbesuche zulässt und weniger stationäre Klinikaufenthalte notwendig macht.

20 Jahre: Die ARBES ist „erwachsen“
Die ARBES ist die geschützte Werkstätte der PDGR und bietet an den Standorten Chur, Rothenbrunnen und Roveredo berufliche Integrationsmassnahmen sowie psychisch beeinträchtigen Menschen geschützte Arbeitsplätze an. Im Rahmen des Jubiläumsjahres „20 Jahre ARBES“ präsentierte sich die
ARBES an der Herbstmesse Gehla mit der Sonderschau „Auch neben der Spur gibt es einen Weg“ in einem neuen Erscheinungsbild. Die neu eigenständige Marke „vur ARBES“ fördert in der Öffentlichkeit die Wahrnehmung und Bekanntheit als Arbeitgeber für 180 Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung sowie auch für den Verkauf der selbst hergestellten Produkte und angebotenen Dienstleistungen. Innerhalb der ARBES stärkt der neue Aufritt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Angestellten und des Betreuungsteams.

Rückstellungen bewirken tieferes Jahresergebnis
Das Jahresergebnis beträgt CHF 347‘149.00. Der Rückgang um 62% zum Vorjahr (CHF 1‘092‘271.00) erfolgte, weil aufgrund eines Entscheides des Bundesverwaltungsgerichtes Rückstellungen gebildet wurden. Der Entscheid bewirkt, dass rückwirkend tiefere Taxpunkte für erbrachte Leistungen vergütet werden.

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