Neue Ortsplanung von Pontresina: Gibt es Beschwerden?

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Die engadiner Gemeinde Pontresina ist stark vom Tourismus geprägt und daher von der Zweitwohnungsinitiative besonders hart betroffen.

Im Oktober hat die Gemeindeversammlung von Pontresina weitgehende Änderungen im Umgang mit Zweitwohnungen beschlossen, die mit der Zweitwohnungsinitiative konform sind und diese aber dennoch – je nach politischer Ansicht – umgehen. 

Zweitwohnungen dürfen jetzt ohne Einschränkungen genutzt werden wenn sie über 20 Jahre als Erstwohnung benutzt wurden. Und es sind Wohnungsprojekte erlaubt, welche der Querfinanzierung eines Hotels dienen.

In Anwendung von Art 48 Abs.4 des kant. Raumplanungsgesetzes (KRG) findet die Beschwerdeauflage für die von der Gemeindeversammlung am 4. Oktober 2017 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung „Gesetz über Zweitwohnungen der Gemeinde Pontresina (Kommunales Zweitwohnungsgesetz)“ statt.

Gegenstand ist die Teilrevision der Ortsplanung mittels „Gesetz über Zweitwohnungen der Gemeinde Pontresina (Kommunales Zweitwohnungsgesetz)“

Pontresina soll eine neue Ortsplanung erhalten, diese wurde von der Gemeindeversammlung im Oktober beschlossen. (Foto: DZ)

Pontresina soll eine neue Ortsplanung erhalten, diese wurde von der Gemeindeversammlung im Oktober beschlossen. (Foto: DZ)

Auflageakten gibt es folgende einzusehen:

  • Planungs- und Mitwirkungsbericht zum Gesetz über Zweitwohnungen der Gemeinde Pontresina (kommunales Zweitwohnungsgesetz)
  • Gesetz über Zweitwohnungen der Gemeinde Pontresina (kommunales Zweitwohnungsgesetz), genehmigt von der Gemeindeversammlung am 4. Oktober 2017
  • Botschaft zuhanden der Gemeindevrsammlung vom 4. Oktober 2017

Die Auflagefrist läuft vom 27. Oktober 2017 bis 27. November 2017 (30 Tage)

Auflageort ist die Gemeindekanzlei Pontresina, Via da Mulin 7, 7504 Pontresina

Planungsbeschwerden:

Personen, die ein schutzwürdiges eigenes Interesse an einer Anfechtung der Planung haben oder nach Bundesrecht dazu legitimiert sind, können gegen die Ortsplanung innert der Auflagefrist bei der Regierung schriftlich Planungsbeschwerde erheben.

Umweltorganisationen: Umweltorganisationen üben ihr Beschwerderecht nach Maßgabe von Art. 104 Abs. 2 KRG aus, d.h. sie melden ihre Beteiligung am Verfahren innert der Beschwerdefrist beim kantonalen Amt für Raumentwicklung an und reichen danach gegebenenfalls eine Stellungnahme ein.